Stadt Frankfurt
Großstädtische Metropole
Frankfurt am Main lebt als urbaner Raum von seinen Gegensätzen: Historische Altstadt trifft auf moderne Wolkenkratzer, internationaler Finanzplatz auf eine vielfältige Kulturszene. Als internationale Metropole mit Sitz bedeutender Institutionen und einem der größten Luftverkehrsdrehkreuze Europas prägt sie Mobilität und globale Vernetzung gleichermaßen. Gleichzeitig engagiert sich die Stadt intensiv in den Bereichen soziales Miteinander, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Sicherheit und Ordnung bilden dabei eine zentrale Grundlage für das Leben in dieser dynamischen und vielfältigen Großstadt.
Präventionsrat der Stadt Frankfurt
Der Präventionsrat der Stadt Frankfurt am Main ist eine behörden- und dezernatsübergreifende Arbeitsgemeinschaft des Magistrats, der Staatsanwaltschaft am Frankfurt am Main sowie des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. Im Jahr 1999 wurde die „Geschäftsstelle des Präventionsrates“ gegründet, um die kommunale Präventionsarbeit zu stärken und weiterzuentwickeln. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich Aufgaben, Zuständigkeiten und die fachliche Verantwortung erheblich erweitert und professionalisiert. Die Organisationseinheit „Präventionsrat – Referat 33“ nimmt heute nicht mehr nur eine unterstützende Geschäftsstellenfunktion wahr, sondern übernimmt eine zentrale gesamtstädtische Steuerungs- und Koordinierungsfunktion in der kommunalen Sicherheits- und Präventionspolitik. Das Referat verantwortet die gesamtstädtische Steuerung der Präventionsaktivitäten, koordiniert Regionale Präventionsräte sowie Facharbeitskreise und entwickelt strategische sowie operative Maßnahmen zur Kriminalitätsvorbeugung. Als eigenständige städtische Organisationseinheit bündelt es präventionsrelevante Aufgaben innerhalb der Stadtverwaltung und arbeitet eng mit Polizei, Staatsanwaltschaft, zahlreichen Dezernaten sowie Partnern aus Zivilgesellschaft, Sport und Wissenschaft zusammen.
„Frankfurt setzt auf starke Netzwerke: Der Beitritt zu Efus und Defus stärkt unsere interkommunale und internationale Zusammenarbeit. Wir möchten Prävention im urbanen Raum gemeinsam weiterdenken und Sicherheit zukunftsorientiert gestalten.“
- Peter Kristen Kempf, Amtsleiter des Präventionsrats
Kriminal-, Kommunal- und Sozialprävention
Der „Präventionsrat – Referat 33“ ist in drei Arbeitsbereiche gegliedert:
Im Bereich Kriminalprävention (33.1) stehen die Regionalen Präventionsräte im Mittelpunkt, die Maßnahmen direkt in den Stadtteilen umsetzen und lokale Netzwerke stärken. Die bestehenden 20 Regionalen Präventionsräte bringen Akteur:innen aus Verwaltung, Polizei, Sozialarbeit, Bildungseinrichtungen, Vereinen, Wirtschaft und Bürgerschaft eng zusammen. Ergänzend werden Programme wie „Gewalt-Sehen-Helfen“ zur Förderung von Zivilcourage sowie Initiativen zur Sicherheit für Senior:innen umgesetzt, die Schutz und Unterstützung im Alltag gewährleisten.
Der Bereich Kommunale Prävention (33.2) konzentriert sich auf eine langfristige und evidenzbasierte Präventionsarbeit, insbesondere durch den Ansatz „Communities That Care“ (CTC), der sich derzeit in der Implementierung befindet. Im Fokus stehen dabei Kinder und Jugendliche, deren Entwicklung durch gezielte, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen gefördert wird.
Im Bereich Soziale Prävention (33.3) werden gesellschaftspolitisch bedeutsame, übergreifende Themen bearbeitet. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit vulnerabler Gruppen wie LGBTQIA* sowie der Ausbau von Präventionsstrukturen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, insbesondere gegenüber Frauen und FLINTA*. Darüber hinaus umfasst der Bereich Präventionsprogramme in den Themenfeldern Verkehr, Gesundheit sowie Extremismus und Radikalisierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Situation in besonderen städtischen Räumen wie dem Frankfurter Bahnhofsviertel sowie auf der Förderung von Sauberkeit im öffentlichen Raum als Bestandteil des Sicherheits- und Ordnungsempfindens. Zudem ist in diesem Bereich die mediale Begleitung und kommunikative Aufbereitung der Präventionsarbeit verortet.
Sicherheit, Lebensqualität und gesellschaftlicher Zusammenhalt
Im Jahr 2026 feiert der Präventionsrat sein 30-jähriges Bestehen und steht zugleich für die kontinuierliche Modernisierung und Professionalisierung der Präventionsarbeit im urbanen Raum. Dazu gehören insbesondere eine verstärkte strategische Steuerung, systematische Evaluationen sowie die langfristige Vernetzung auf kommunaler, Landes-, Bundes- und internationaler Ebene. Ziel bleibt es, Sicherheit, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Frankfurt nachhaltig zu stärken.
Kontakt Präventionsrat Frankfurt: praeventionsrat.amt33@stadt-frankfurt.de
Stadt Frankfurt: https://frankfurt.de/
Aktuelles
Frankfurt übernimmt Verantwortung: Stadt stärkt bundesweiten Austausch für urbane Sicherheit
Am 10. und 11. September hat die Stadt Frankfurt erstmals die bundesweite Mitgliederversammlung des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS) ausgerichtet – ein Signal für die wachsende Bedeutung der Mainmetropole in der kommunalen Sicherheits- und Präventionsarbeit. DEFUS vernetzt Städte und Kommunen bundesweit, um gemeinsam wirksame Antworten auf die drängenden Herausforderungen urbaner Sicherheit zu entwickeln. Als DEFUS-Mitglied seit März 2026 zeigte Frankfurt mit dieser Gastgeberrolle, dass die Stadt in der Präventionsarbeit nicht nur mitwirkt, sondern aktiv mitgestaltet.
„Die Stadt Frankfurt begrüßt es sehr, Teil des DEFUS-Netzwerkes zu sein. Präventionsarbeit ist ein zentraler Baustein kommunaler Sicherheitspolitik. Um Prävention wirksam zu gestalten, ist es wichtig, über die Stadtgrenzen hinaus zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen. Das DEFUS-Netzwerk bietet hierfür eine wertvolle Plattform und stärkt somit den gemeinsamen Austausch für mehr Sicherheit und Lebensqualität in unseren Kommunen“, betonte Martin-Benedikt Schäfer, Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz.
Der Präventionsrat Frankfurt begrüßte rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Sicherheitsbehörden – darunter Dezernentinnen und Dezernenten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Leitungen kommunaler Präventionsräte und Ordnungsämter aus Städten wie Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Freiburg, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Mannheim, München und Stuttgart. Auch das European Forum for Urban Security (EFUS) beteiligte sich digital am fachlichen Austausch – ein Beleg für die internationale Anschlussfähigkeit der Frankfurter Präventionsarbeit. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main – ein Zeichen der engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei.
Zwei Tage lang standen die zentralen Zukunftsthemen kommunaler Sicherheitspolitik im Mittelpunkt: die strategische Ausrichtung urbaner Sicherheit, der verantwortungsvolle Einsatz künstlicher Intelligenz und der Aufbau kommunaler Resilienz. Frankfurt positionierte sich dabei nicht als Zuhörerin, sondern als aktive Gestalterin: Das Frauenreferat stellte die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention vor, ein Stadtspaziergang mit der Stadtpolizei durch Innenstadt und Alt-Sachsenhausen machte Herausforderungen und Lösungen vor Ort greifbar. Den Abschluss bildete ein Workshop zu sozialen Innovationen in der Station Lounge am Hauptbahnhof.
„Was mich persönlich am meisten bewegt: Wir haben in Frankfurt nicht nur zugehört, sondern anderen Städten selbst etwas mitgegeben“, sagt Peter Kristen Kempf, Leiter des Präventionsrats. „Wer wie ich aus der praktischen Sicherheitsarbeit kommt, weiß: Das Vertrauen und der Wille etwas gemeinsam zu bewegen, entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im direkten Gespräch – genau das haben wir hier zwei Tage lang erlebt. Aus diesem Austausch nehme ich nicht nur neue Ideen mit, sondern auch die Bestätigung, dass wir bereits vieles gut machen und auf dem richtigen Weg sind.“
Mit dieser Ausrichtung unterstreicht Frankfurt seinen Anspruch, bei der Weiterentwicklung urbaner Sicherheit bundesweit Maßstäbe zu setzen. Der intensive fachliche Austausch und die geknüpften Kontakte zeigen: Nur durch enge Vernetzung der Städte lässt sich Präventionsarbeit wirksam und zukunftsfest gestalten. Ein Kurs, den Frankfurt aktiv mitbestimmt.

Umfrage Leben in Frankfurt - Sicherheitsgefühl der Frankfurter hat abgenommen
Frankfurts Bevölkerung sieht sich mit wachsenden Sorgen konfrontiert, obwohl die Kriminalität statistisch sinkt. Während teures Wohnen weiterhin Platz 1 der Probleme belegt, hat sich die Sorge um Sicherheit und Kriminalität seit 2021 mehr als verdoppelt (jetzt 21 %). Zudem rücken Drogen (+2 Prozentpunkte) und Migration (+2 Prozentpunkte) in den Top 5 der Sorgenkinder nach vorne. Mangelnde Sauberkeit bleibt wie in den Vorjahren das zweitwichtigste Thema.
Seit mehr als drei Jahrzehnten bietet die Mehrthemenumfrage „Leben in Frankfurt“ wichtige Einblicke in jene Bereiche des städtischen Lebens, die in herkömmlichen amtlichen Statistiken nicht abgebildet werden. Im Jahr 2025 wurde die Befragung zum 32. Mal durchgeführt – zum fünften Mal in modernisierter Methodik, sowohl digital als auch in Papierform.
Insgesamt beteiligten sich 8 185 Bürgerinnen und Bürger. Die Rücklaufquote von 31,7 Prozent ist für eine stadtweite Bevölkerungsumfrage hoch und unterstreicht das große Interesse vieler Frank- furterinnen und Frankfurter, an der Entwicklung ihrer Stadt mitzuwirken.
Zu den Ergebnissen der Befragung

Gemeinsam für Sicherheit und besseren Aufenthalt „Sicher FFM Infomeile“ im Frankfurter Hauptbahnhof
Mit der ersten „Sicher FFM Infomeile“ 2026 im Foyer des Frankfurter Hauptbahnhofs machen die Partnerinnen und Partner der Ordnungspartnerschaft ihre Zusammenarbeit für die Öffentlichkeit sichtbar.
Von 10 bis 15 Uhr informieren sie am Donnerstag, 7. Mai, über ihre Maßnahmen rund um Sicherheit und Prävention – mitten an einem der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands mit täglich rund 450.000 Reisenden. Mit dabei sind die Stadtpolizei, die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), die Bundespolizei, sowie die Landespolizei, die Deutsche Bahn, die Bahnhofsmission und der Präventionsrat.
Eine Partnerschaft für mehr Sicherheit
Die Ordnungspartnerschaft wurde im Herbst 2025 gegründet. Ziel ist es, die bewährte Zusammenarbeit zu intensivieren und zu vernetzen und so wirksamer gegen Ordnungswidrigkeiten und Kriminalität vorzugehen. Gleichzeitig soll das subjektive Sicherheitsempfinden für alle Reisenden und Bürgerinnen und Bürger nachhaltig gestärkt werden.
Ein zentraler Bestandteil der Kooperation sind gemeinsame, verstärkte Sicherheitsstreifen an neuralgischen Punkten – darunter der Frankfurter Hauptbahnhof, der Bahnhof Höchst sowie die Stationen Hauptwache und Konstablerwache. Auch das direkte Umfeld der Anlagen wird dabei einbezogen. Der regelmäßige Austausch zwischen den Partnerinnen und Partnern ermöglicht es, Einsätze besser zu koordinieren, um schneller und flexibler auf Entwicklungen und Herausforderungen zu reagieren.

Ansprechpartner
Dezernent
Dezernat IX für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz
Amtsleiter
Präventionsrat – Referat 33
069 / 212- 31476
33.amtsleitung@stadt-frankfurt.de

Bereichsleitung Sozialprävention und Medien
069 / 212 - 36806
sozialpraevention@stadt-frankfurt.de


