Aktuelles

02.09.2021

Secu4All - Sicherheit im öffentlichen Raum

Lokale und regionale Behörden sind prädestiniert, um die Sicherheit öffentlicher Räume durch die Zusammenarbeit mit einer großen Zahl lokaler Akteure (Stadtplanung, Rettungsdienste, Nahverkehrsunternehmen, lokale Unternehmen etc.) kooperativ zu gestalten und zu steuern. Um dieser Rolle gerecht werden zu können, müssen sie allerdings über entsprechende Fähigkeiten und Instrumente zur Gefahrenfrüherkennung und Netzwerkkoordination verfügen.

DEFUS nimmt als deutscher Partner am Fortbildungsprojekt Secu4All für lokale Behörden zur Sicherung öffentlicher Räume teil (weitere Informationen zum Projekt finden sie hier). Nachdem bereits die Projektpartner Brüssel und Den Haag im Interview die wichtige Rolle lokaler Behörden in der urbanen Sicherheitsproduktion unterstrichen haben, äußern sich die Partner Riga und Xàbia im Gespräch zur den Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Anwendung moderner Sicherheitstechnologie in Städten.  

Projektflyer
Ausführliche Projektseite auf Englisch
 

07.07.2021

Jugendliche fordern Respekt, Akzeptanz Gleichberechtigung

Im Rahmen des von der EU finanzierten und von Efus geführten LOUD Projekts  erarbeiteten Jugendliche aus sieben europäischen Städten alternative Narrative zu Extremismus, Rassismus und Intoleranz. Die Ergebenisse des zweijährigen Projekts zeigen auf eindrücklicheweise, wie sehr das Leben von Jugendlichen in Europa von Diskriminierung geprägt ist. Die jungen Menschen sagen in den Videoclips Rassismus und Diskriminierung den Kampf an und fordern gleichalrtige auf, sich ebenfalls laut dagegen zu äußern.

Zu den Clips der Projektstädte

25.06.2021

DEFUS-Mitglieder beim BMBF-Wettbewerb "SifoLIFE" erfolgreich

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit seinem Wettbewerb „SifoLIFE – Demonstrationen innovativer, vernetzter Sicherheitslösung“ Kommunen dabei, gemeinsam mit regionalen Akteuren und Bürgerinnen und Bürgern neue Sicherheitslösungen aus Forschung und Entwicklung in der Praxis zu erproben.

Unter den 14 geförderten Städten und Landkreisen sind erfreulicherweise vier DEFUS-Mitglieder:

Berlin - Plan#B: Planung und Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen am Beispiel Blackout in einer vielfältigen Metropole
Wie Krisenkommunikation bei einem Stromausfall gelingen kann, wird in der Hauptstadt Berlin in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin aufgezeigt. Die Bevölkerung und regionale Akteure werden dabei eng einbezogen.
Projektbeschreibung

Gelsenkirchen - DRAGON: Desaster-Reaktions-Automatisierung in Gelsenkirchen und Organisationsübergreifende Netzwerkkommunikation
Die Frage, wie die Sicherheit von Großveranstaltungen durch ein ganzheitliches Sicherheitskonzept erhöht werden kann, steht im Mittelpunkt des Vorhabens der Stadt Gelsenkirchen mit der Westfälischen Hochschule.
Projektbeschreibung

 

Freiburg - FreiburgRESIST: Sicher Leben in Freiburg: Resilienzmanagement für die Stadt
Die Stadt Freiburg im Breisgau und das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik (EMI) erarbeiten ein Resilienz-Managementsystem, das Einsatzkräfte bei der Evakuierung in Gefahrensituationen unterstützt und die Eigeninitiative und Zivilcourage der Bevölkerung fördert.
Projektbeschreibung

 

Köln - KIWIS: Kommunales Krisen-Warn- und Informationssystem
Die Stadt Köln und das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) untersuchen, wie ein robustes Warn- und Informationssystem gestaltet werden muss, um die Bevölkerung zielgerichteter und spezifischer informieren zu können.
Projektbeschreibung

17.06.2021

Schutz des öffentlichen Raums - Abschauen erwünscht

Die Abteilung Prävention und Sicherheit der Region Brüssel-Hauptstadt und die Stadt Den Haag sind beide Partner des Secu4All Projekts. Das von der EU finanzierte und von Efus geleitete Projekt wird in den kommenden zwei Jahren ein Trainings- und Weiterbildungskonzept zum Schutz des öffentlichen Raums erarbeiten und in mehrern europäischen Ländern umsetzen - auch in Deutschland. Wir haben Hans Crab (Den Haag) und Paul Verhoeff (Brüssel) gefragt, was sie sich von  dem Prokejekt versprechen und vor welchen Herausforderungen beim Schutz des öffentlichen Raums in ihren Städten sie stehen.

Zum vollständigen Interview

Weitere Informationen zum Projekt Secu4All

28.05.2021

Internationales Projekt Klimawandel & Community Safety

DEFUS nimmt an einem von Safer Cities Canada und der kanadischen Laurier University geführten Projekt zur interdisziplinären Grundlagenarbeit teil, das die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Phänomenen des Klimawandels und ihren mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen auf Aspekte des sozialen Zusammenlebens und der urbanen Sicherheit untersucht.

Am Freitag den 21.05.2021 fand zum Auftakt der erste von drei Workshops zu diesem Zweck statt, bei dem die teilnehmenden Expert*innen aus den Bereichen Prävention, Kommunalpolitik, Risikomanagement, Klimaforschung und Kriminologie in moderierten Arbeitsgruppen diskutierten, in welchen Kausalketten Auswirkungen des Klimawandels auf die kommunale Sicherheit bereits zu beobachten sind, und welche in der nahen Zukunft auftreten werden.

Obwohl sich erwartungsgemäß nicht bei allen Punkten ein Konsens finden ließ, waren sich die Teilnehmenden überwiegend darin einig, dass die entstehenden Probleme uneinheitlich und asymmetrisch auftreten, dies aber in der Regel zum Nachteil ohnehin bereits benachteiligter Gruppen.

Als Ergebnis stand am Ende des ersten Workshops die praktische Forderung, soziale Gerechtigkeit bewusster in Resilienzstrategien zu integrieren und bei der Entwicklung von Maßnahmen vulnerable Gruppen wesentlich stärker einzubeziehen - und dies nicht nur als passive (wenn auch prioritäre) Objekte der Sicherheit, sondern als aktive Partner.

Im zweiten Workshop (Freitag, 04.06.) wurde die Arbeit der Auftaktveranstaltung vertieft. Die Teilnehmenden konzentrierten sich vermehrt auf die Zwischenschritte, durch die Klimaphänomene Situationen auslösen, die in der Folge wiederum Gewalt und Verbrechen fördern. Parallel zu dieser mehrschichtigen Problemanalyse diskutierten die Gruppen immer auch konkrete Beispiele für Kommunikations- und Organisationsmöglichkeiten bei verschiedenen Graden der Zerstörung und Belastung.

Die Diskussion verglich hierbei das Krisenmanagement mit der Kriminalprävention und fand bemerkenswerte Parallelen. Bei der Frage nach der Übertragbarkeit der Lösungsansätze auf lokale Kulturen und Strukturen ergab sich ein geteiltes Bild. Zum Einen handele es sich mitunter nur um Symptombekämpfung, die teils sogar von der Ursachenbekämfpung ablenke, zum anderen erfordern einige der vielversprechendsten Ansätze zwar durchaus wenig Geld, dafür aber langfristige Planung und gute Koordination, die sich schlecht politisch vermitteln lasse. Schließlich wurde deutlich darauf hingewiesen, dass in beiden Fällen die Verantwortung für Ursache und Linderung der Schadenswirkungen nicht bei den am stärksten Betroffenen liege, was die politische Handhabung der Gegenmaßnahmen weiter erschwert.  

Mit dem dritten Workshop (Freitag, 18.06.) endete die erste Phase des Forschungsprojekts. Nach einer abschließenden Runde von Vorträgen, in deren Rahmen auch DEFUS die Ergebnisse der Mitgliederbefragung "Klimawandel und urbane Sicherheit" präsentierte, zogen die Teilnehmenden in Gruppen Bilanz und diskutierten mögliche Forschungsfragen und -inhalte in den drei Themenbereichen "Research", "Adaptation Planning" und "Equity and Rights". Die Ergebnisse werden hier veröffentlicht, sobald sie vorliegen. Sowohl mit Blick auf die noch bestehenden Forschungslücken als auch auf die gute Zusammenarbeit in den Workshops wurde von mehreren Seiten bei allgemeiner Zustimmung angeregt, im Projekt den Auftakt für einen regelmäßigen Dialog zwischen den teilnehmenden Experten zu sehen.      

16.04.2021

Herausforderungen, Bedarfe und Trends im Themenfeld Islamischer Extremismus

Der KN:IX Report 2020 beschreibt das Stimmungsbild und die Schlaglichter der Arbeit im Themenfeld im letzten Jahr. Er gibt einen Ausblick auf die Chancen und Herausforderungen des Kompetenznetzwerks in seiner Funktion als bundesweite Schnittstelle und Plattform für zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur*innen und Träger.

DEFUS begleitet das Kompetenznetzwerk im wissenschaftlichen Beirat.

Download des KN:IX reports 2020

12.03.2021

Neu Leipzig Charta, integrierte Stadtentwicklung und Urbane Sicherheit

Efus und DEFUS veranstalten am Dienstag, 16.03.2021, 16:30-18:00 die Online-Diskussionsrunde
"New Leipzig Charter: an opportunity for cities and regions to include urban security in sustainable development strategies"

Wie können integrierte Stadtentwicklung und urbane Sicherheitmit Blick auf soziale, wirtschaftliche und ökologische Herausforderugnen in den Städten gemeinsam gedacht werden und sich gegenseitig beflügeln?

Bei der Veranstaltung werden die Kerngedanken vorgestellt und die Frage anschließend von hochrangigen Expertinnen und Experten diskutiert:
 
> Dr. Oliver Weigel, Referat Stadtentwicklungspolitik, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
> Monica Diniz, Abteilungsleiterin Prävention, Sicherheit und Internationale Beziehungen bei der Polizei Lissabon
> Shams Asadi, Menschenrechtskommissar und Leiter des Büros für Menschenrechte der Stadt Wien
> Maite Casado Cadarso, Abteilungsleiterin Prävention und Sicherheit der Stadt Barcelona

Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Registierung

03.03.2021

4 DEFUS Städte sind Modellkommune für Deradikalisierung

Ausgehend von der Überzeugung, dass Radikalisierung vor Ort unterbunden werden muss, unterstützt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) mit dem Projekt "Modellkommune Deradikalisierung" (MoDeRad) Kommunen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer Deradikalisierungsansätze.

Wir freuen uns sehr, dass mit Augsburg, Berlin, Essen und Heidelberg vier der sechs ausgewählten Kommunen DEFUS-Mitglieder sind. Augsburg und Essen arbeiten schon seit Jahren auch im Rahmen von EU finanzierten Efus Projekten zu dem Thema Radikalisierung und Extremismus.

Weitere Informationen zu dem BMI Projekt ModerRad und den Modellkommunen 

11.01.2021

230 Präventionsmaßnahmen auf einen Blick

Ziel des Forschungsprojekts Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa) war es, ein generalisierbares Handlungskonzept für mehr Sicherheit in Bahnhofsvierteln zu erarbeiten. Enstanden ist dabei auf Grundlage qualitativer und quantitativer Methodenzugänge ein knapp 300-Seiten starkes Dokument mit über 230 Präventionsmaßnahmen aus verschiedenen Handlungsfeldern. Neben den konkreten Maßnahmen beinhaltet der Werkzeugkasten Hinweise zur Konzeption und Implementation von kommunaler Kriminalprävention.

Mehr Informationen zu dem Projekt

Download des Werkzeugkastens

16.12.2020

Ausgewählte Präventionsmaßnahmen in Zeiten der Corona-Pandemie

In Bahnhofsvierteln sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders spürbar. Während des ersten Shut-down im März 2020 veränderte sich das Publikum massiv: kaum Hotelgäste in den weitgehend geschlossenen Hotels, auf das Mitnehmen reduzierte oder geschlossene Gastronomiebetriebe, geschlossener Einzelhandel und viel weniger Fahrgäste im Bahnverkehr. Plötzlich sah das Leben im Bahnhofsviertel ganz anders und nicht mehr urban aus. 

Seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 hat für Kommunen der Gesundheitsschutz aller Menschen in Bahnhofsvierteln Priorität. Dort sind ganz unterschiedliche Bevölkerungskreise betroffen: von Bewohnenden und Gewerbetreibenden mit ihren Angestellten über Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße bis hin zu jungen Menschen in Partylaune und Tourist:innen.

Das vorliegende Corona-Heft bietet deshalb eine kleine, alphabetisch geordnete Sammlung 31 ausgewählter Präventionsmaßnahmen, die deutschlandweit ergriffen wurden, um Bahnhöfe und ihre Umgebung auch in Pandemiezeiten zumindest teilweise als das zu erhalten, was sie sind: zentrale Anlaufstelle, Umschlagplatz und Aufenthaltsort – allerdings mit der Absicht, hohe Nutzendenzahlen zu vermeiden, um Sicherheitsabstände und Hygienevorschriften einhalten zu können. Der Fokus liegt auf Maßnahmen für Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße als Hochrisikogruppe, die besonders unter den Folgen eines (Teil-) Lockdowns leiden.

Download Corona-Broschüre

 

11.12.2020

Arbeitshilfe für mehr Sicherheit und Vielfalt im Quartier

Die großen Städte in Deutschland wachsen stetig. Immer mehr Menschen zieht es in urbane Lebensräume, weil sie dort Arbeit, ein breites kulturelles Angebot und berufliche Perspektiven finden. Durch Zuwanderung in jüngster Zeit bzw. allgemein durch langfristige demografische Entwicklungen verändern sich die Stadtquartiere. Gleichzeitig beeinflussen diese Entwicklungen und aktuellen Dynamiken unter Umständen die objektive und subjektive Sicherheit von Bewohnerinnen und Bewohnern und stellen neue kriminalpräventive Anforderungen an das Stadtquartier und das Wohnumfeld.

Die Sicherheit in Stadtquartieren stand im Fokus eines dreijährigen Forschungsprojekts, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde und unter anderem von unserem Kooperationspartner dem Deutschen Institut für Urbanistik umgesetzt wurde.

Ziel des Vorhabens war es, einen Überblick über bestehende Strategien, Konzepte, Maßnahmen und Kooperationen in Bezug auf diversitätsorientierte Ansätze zur Erhaltung und Schaffung von Sicherheit in deutschen Städten zu gewinnen und übertragbare Sicherheitskonzepte für  Wohnquartier zu schaffen.

Im Rahmen des Projekts wurden Empfehlungen erarbeitet, wie die Zusammenarbeit der kommunalen Akteure, die sich explizit wie implizit mit Fragen der Sicherheit im Stadtquartier befassen, sichergestellt und weiterentwickelt werden kann.

Alle Projektergebnisse sind einen umfassenden Wissenspool zusammengefasst und durch zahlreiche Praxisbeispiele ergänzt.

Zum Sicherheitspool - Datenbank mit Informationen und Ergebnissen
zum Thema Sicherheit im Städtebau

 

23.11.2020

Auf den Spuren der kommunalen Kriminalprävention in Deutschland

Am 11. Februar 2020 fand das Symposium „Auf den Spuren der Kommunalen Kriminalprävention in Deutschland“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen statt. Der Band enthält die Vorträge des Symposiums mit einer Zusammenfassung der Podiumsdiskussion.

Nach der Begrüßung durch die Stiftungsprofessorin für Kriminalprävention und Risikomanagement der Universität Tübingen (Prof. Dr. Rita Haverkamp) folgten Grußworte des Oberbürgermeisters der Stadt Tübingen (Boris Palmer) sowie des amtierenden Direktors des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen (Prof. Dr. Jörg Kinzig).

Sodann bereicherten Vorträge u.a. von Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Kerner, Prof. h.c. Erich Marks, Dr. Meike Hecker, Ina Hennen und Dr. Ines Hohendorf, Kaan Atanisev und Fynn Kunkel, Wolfgang Kahl und Diana Schubert (Stadt Augsburg) das Symposium.

Eine abschließende Podiumsdiskussion mit Anna Rau, Dr. Anke Schröder, Reiner Greulich und Prof. Dr. Rüdiger Wulf (Moderation: Rita Haverkamp) diente der Vertiefung sowie der Weiterentwicklung der über den Tag behandelten Themen.

Im Anhang des Bandes befinden sich u. a. Leitgedanken zur Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen in den Kommunen des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS e.V.).

Zum Sammelband

04.11.2020

Trotz Hindernissen: 20. Mitgliederversammlung in Essen

Trotz Hindernissen wie Corona, Streik und Problemen im Fernverkehr tagten die DEFUS-Mitglieder am 28. September im Studieninstitut der Stadt Essen. Oberbürgermeister Kufen begrüßte die angereisten Mitglieder aus 14 Mitgliedskommunen herzlich und betonte die Bedeutung des Austauschs unter den DEFUS-Mitgliedern. In Städten sind alle brisanten und aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Mobilität, Integration und Sicherheit wie unter einem Brennglas zu finden. Die Stärkung des Zusammenhalts unserer Gesellschaft ist die Kernaufgabe in den Kommunen und diese Aufgabe ist deutlich schwerer geworden in der Corona-Krise. Seit dem Ausbruch der Pandemie ziehen öffentlich verschiedene gesellschaftliche Kräfte an den Grundfesten unserer Gesellschaft und Demokratie. Es gilt klare Grenzen aufzuzeigen, ohne dabei zu stigmatisieren. Kommunalpolitik lebt auch vom „Ideenklau“ und deswegen sind Städtenetzwerke wie Efus und DEFUS wichtig, um den Herausforderungen begegnen zu können.

Mit der Wahl von Christian Kromberg, Beigeordneter der Stadt Essen, zum Vorsitzenden und Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim, zum stellvertretenden Vorsitzenden, verfügt DEFUS nun über ein neues Führungsduo.

Intensiv diskutierten die anwesenden Mitglieder vor welche Herausforderungen die aktuelle Rassismusdiskussion Kommunen stellt und wie die interkulturelle Kompetenz in der Verwaltung gestärkt werden kann und muss. Diversität und ethnische Vielfalt sind Realität in Deutschland. Arbeitgeber, also auch die Kommunen, müssen sich dieser Herausforderung aus Fürsorgepflicht stellen. Die öffentliche Diskussion wird mit einer Vehemenz auf allen Seiten geführt, die keinen Raum für einen sachlichen Austausch, eine kontroverse Auseinandersetzung oder das Stellen von Fragen, um Unsicherheiten im eigenen Umgang zu klären, zulassen. Die Referentin Dr. Maria Scharlau von Amnesty Deutschland betonte, dass Anti-Rassismustrainings nicht als Vorwurf, sondern als Chance betrachtet werden sollten, ein schwieriges Thema „besprechbar“ zu machen und eine aktive Auseinandersetzung damit zu üben. Auch innerhalb von Stadtverwaltungen gelte es, ins Gespräch zu diesem heiklen Thema zu kommen und Mitarbeiter:innen, die nach bestem Wissen und Gewissen ihre Arbeit verrichten, zu unterstützen, Rassismus zu erkennen und zu benennen.

Kommunen stehen erst am Anfang in der Bearbeitung des Themas. Als erster Schritt muss das Thema versachlicht werden, mit dem Ziel, langfristig diskriminierende Strukturen und Verhalten zu ändern. DEFUS wird sich in den kommenden Jahren weiter intensiv mit diesem Thema befassen.

Dr. Martin Schairer berichtet von der Stuttgarter Krawallnacht und die Konsequenzen die Stadt und Polizei daraus gezogen haben. Auch in anderen Städten kam es zu Vorfällen, die schwer erklärbar und auch nicht allein auf die coronobedingten Einschränkungen zurückzuführen sind. Das Freizeit- und Sozialverhalten von Jugendlichen hat sich verändert, dabei spielt die Nutzung von sozialen Medien eine große Rolle. Angebote von Kommune, sozialen Trägern und Migrationsvereinen werden immer weniger angenommen. Jugendliche wurden in der Corona Zeit aus den Augen verloren und sind immer schwerer erreichbar. Für junge Erwachsene gibt es insgesamt wenig Angebote und es stellt sich die Frage, inwieweit weitere Angebote zur Lösung des Problems beitragen würden. Die DEFUS Städte werden sich über neue Herangehensweisen und neue Wege austauschen.

Mit einem festlichen Ausklang feierten die Mitglieder das 10jährige Bestehen von DEFUS. Per Video richteten Erich Marks, als Gründungsmitglied und Elizabeth Johnston, als Geschäftsführerin des europäischen Dachverbandes, Efus, sowie Claudia Heinzelmann, die ehemalige DEFUS Geschäftsführerin, Grußworte an DEFUS. Dr. Martin Schairer als langjähriger Vorsitzender und Gründungsvater erinnerte sich an die Anfänge und ersten Treffen. Christian Kromberg richtetet den Blick in die Zukunft und will im Rahmen seines Vorsitzes das Städtenetzwerk weiter ausbauen und mehr Serviceangebote für Mitglieder aufbauen.  

02.11.2020

Christian Kromberg und Christian Specht einstimmig gewählt

Auf der Mitgliederversammlung am 28. September in Essen wählten die anwesenden Mitglieder Christian Kromberg, Beigeordneter für Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt Essen, zum Vorsitzenden und Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim, zum stellvertretenden Vorsitzenden von DEFUS.

Gemeinsam wollen die beiden Vorsitzenden DEFUS weiterentwickeln und das Serviceangebot für die Mitglieder ausbauen.

Dirk Wurm, der das Amt des Vorsitzenden zwischn 2018 und 2020 inne hatte, ist in Folge der Kommunalwahlen im Frühjahr aus der Stadtverwaltung Augsburg ausgeschieden. Per Video zugeschaltet verabschiedete er sich von den DEFUS-Mitgliedern, die ihm für sein Engagement dankten.

Christian Kromberg

 

Christian Specht

17.10.2020

Hauptaufgabe: "Den Laden zusammenhalten"

In einem Zwischenruf für den Deutschen Präventionstag (DPT) äußert sich Christian Kromberg, stellevertretender Vorsitzender von DEFUS, zur Notwendigkeit des vernetzen Handelns um die Pandemie zu bewältigen, lebenswerte Städte zu gestalten und das friedliche Zusammenleben in einer sich ausdifferenzierenden und vielfältigen Gesellschaft zu fördern. Christian Kromberg sieht die Hauptaufgabe der Kommunen darin den "Laden zusammenzuhalten" und in einem Gemischtwarenladen wie Kommunen es sind, gelingt das nur gemeinsam.

Kern des Sicherheitsmanagements vor Ort ist es, mit einem 360° Grad Blick urbanes Zusammenleben und urbane Sicherheit zu betrachten und gut abgestimmte, koordinierte und strategische zu bearbeiten. Vor Ort, in den Kommunen, funktioniert die Zusammenarbeit mit der Polizei, den zivilgesellschaftlichen Organisationen und sozialen Trägern meist gut. Selbstkritisch anzumerken ist allerdings, dass in den meisten Kommunen nicht ausreichend und entsprechend qualifiziertes Personal für die Koordination der Sicherheits- und Präventionsarbeit vorgehalten wird.

Richten wir den Blick auf die Landes- und Bundesebene, müssen wir feststellen, dass es zwar Landespräventionsräte gibt, aber der in NRW ist schlecht ausgestattet und wird zu wenig gehört. Auch der Bundeseben gibt es gar kein ressortübergreifendes Gremium das die Politik, Strategien und Maßnahmen zur Reduktion von Gewalt und Kriminalität bündelt. Stattdessen sehen wir eine Vielzahl von Einzelthemen und Strategien.

Insgesamt, so Kromberg, würde noch zu stark auf Repression gesetzt und da müsse sich was ändern. Gerade für Kommunen, die der Hauptträger der Präventionsarbeit sind, wären Standards und Vorgaben von der Bundes- und Landesebene da hilfreich.

Deswegen braucht es ein nationales Gesetz zur Prävention von Gewalt und Kriminalität, das über die bisherige Praxis einer oft spät einsetzenden Intervention und kurzfristigen Reaktion auf Kriminalität und Gewalt hinausgeht. Auf Grundlage dieses Gesetzes sollte eine nationale Strategie der Gewalt- und Kriminalprävention erarbeitet und Rahmenempfehlungen für Länder und Kommunen aussprechen.

Zum Zwischenruf

 

27.09.2020

Smart Prevention

Am 28. und 29. September streamt der Deutsche Präventionstag (DPT) seinen Jubiläumskongress online und live aus dem Fernsehstudio des Medienprojektzentrums Offener Kanal Kassel (MOK Kassel). DEFUS ist mit dabei. Wir beteiligen uns am diesjährigen Kongress mit Materialien im Infopool.

Weitere Informationen

17.07.2020

Kompetenznetzwerk „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX)

Für das Kompetenznetzwerk „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX) haben sich drei Träger in einer Kooperationsstruktur zusammengefunden: die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus e.V., Ufuq e.V. und Violence Prevention Network e.V.

Unser Anliegen ist es, aktuelle Entwicklungen und Handlungsbedarfe im Phänomenbereich „Islamistischer Extremismus“ zu erfassen und die Weiterentwicklung und den Transfer von innovativen Angeboten zu fördern. Ziel ist es, mit den Angeboten von KN:IX zu einer Verstetigung und bundesweiten Verankerung von präventiven Ansätzen in Regelstrukturen beizutragen.

Das Kompetenznetzwerk KN:IX wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In den Bereichen Demokratieförderung, Vielfaltsgestaltung und Extremismusprävention werden aktuell auf Bundesebene Kompetenzzentren und Kompetenznetzwerke eingerichtet und KN:IX ist eins davon.

Das Kompetenznetzwerk wird von einem Beirat beraten. Der Beirat leistet einen Beitrag zur Qualitätssicherung der Angebote von KN:IX und DEFUS ist Teil des Beirats.

Mehr Informationen zu KN:IX

03.07.2020

Bombendrohung in drei DEFUS Kommunen

In der Nacht zum Freitag, 3. Juni, gingen in Essen, Mannheim, Augsburg und Leipzig Bombendrohungen ein. Drei der betroffenen Städte sind DEFUS-Mitglieder. In allen Städten wurden die Rathäuser direkt nach Bekannt werden der Drohung am Morgen geräumt und polizeilich untersucht. Gegen 11 Uhr konnten die Rathäuser wieder freigegeben werden und die Mitarbeiter*innen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Die Bombendrohung gingen in der Nacht zu Freitag per E-Mail an zentrale Postfächer der Stadtverwaltungen ein. Nach Sichtung bei Dienstbeginn wurde am frühen Morgen umgehend die Polizei eingeschaltet.

Bereits im März 2019 kam es am Augsburger Rathaus zu einem gleichgelagerten Einsatz, als ebenfalls per E-Mail eine Bombendrohung in der Stadtverwaltung einging. Auch in diesem Fall gingen nahezu zeitgleich Drohungen bei mehreren Stadtverwaltungen im Bundesgebiet ein. Inwieweit diese Serie im Zusammenhang mit der heutigen steht, kann aktuell nicht beantwortet werden.

Weitere Informationen zu Essen

Weitere Informationen zu Mannheim

Weitere Informationen zu Augsburg

 

 

 

18.06.2020

ECR Umfrage zu Auswirkungen von COVID-19 auf Kommunen

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) und die OECD wollen in einer gemeinsamen Umfrage die Standpunkte der Vertreter der lokalen und regionalen Regierungs-/Verwaltungsebene bezüglich der Probleme infolge der COVID-19-Pandemie erheben.

Diese Umfrage soll ein Bild davon vermitteln, wie sich der umfassende Lockdown vor Ort ausgewirkt hat, welche Maßnahmen die Behörden auf lokaler und regionaler Ebene als Reaktion darauf ergriffen haben und wie wirksam diese Maßnahmen sind. Konkret geht es um die Auswirkungen auf die Regierungsführung, auf die Wirtschaft und auf die Finanzen der subnationalen staatlichen Ebenen.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen in einem gemeinsamen Kurzbericht von AdR und OECD veröffentlicht werden, der allen Umfrageteilnehmern übermittelt wird. Sie sollen auch in die Arbeiten der OECD zu den territorialen Auswirkungen der Krise und in die Monitoringtätigkeiten und die politischen Aktivitäten des AdR einfließen.

  • Die Umfrage läuft bis zum 30. Juni 2020.
  • Ihre Beantwortung dürfte nicht länger als 10 Minuten in Anspruch nehmen.
  • Die Umfrage steht in allen Amtssprachen der EU zur Verfügung.
  • Alle Antworten werden vertraulich behandelt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an audrey.parizel@cor.europa.eu im AdR bzw. isabelle.chatry@oecd.org in der OECD.

30.04.2020

Fortbildung Sicherheit im Bahnhofsviertel verschoben

Auf Grund der Coronapandemie wird die für Ende Juni geplante Fortbildung Sicherheit im Bahnhofsviertel auf den 22. & 23. Oktober verschoben. Bereits angemeldete Teilnehmer*innen wurden direkt kontaktiert und über den neuen Termin informiert.

Interessierte können sich weiterhin hier anmelden.

26.02.2020

Webinarreihe: Sicherheit im Bahnhofsviertel

Bahnhofsviertel prägt allgemein ein eher schlechter Ruf. Dieser Ruf war in den vergangenen Jahren vielerorts Ausgangspunkt kommunaler Bemühungen zur nachhaltigen Aufwertung des zentrumsnahen Umfelds der Bahnhöfe. In der 4-teiligen Webinarreihe beschäftigen wir uns mit den dort auftretenden Nutzungskonflikten und der besonderen Dynamik des Wandels, der mit Fragen nach der Gewährleistung von Sicherheit verbunden ist. Strategien im Umgang mit objektiver und subjektiver Unsicherheit diskutieren wir unter Berücksichtigung der besonderen sozialräumlichen Bedingungen von Bahnhofsvierteln. Die Webinarreihe basiert auf den Befunden verschiedener Erhebungsmethoden des vom BMBF geförderten Verbundprojektes „Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa)“.

Weitere Informationen, Termine und Anmeldung zu den einzelnen Webinaren

20.02.2020

Prävention von Rassismus und Hass muss Chefsache sein

Die Mitglieder von DEFUS sind tief bestürzt über die Gewalttat in Hanau und fühlen mit den Angehörigen und Freunden der Opfer.

Die Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Extremismus und demokratiefeindlichen Entwicklungen muss Chefsache sein und in den Kommunen von den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern sowie deren Verwaltungsvorstandaktiv getragen werden.

Die DEFUS-Mitglieder setzen sich aktiv für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts ein, um Polarisierung entgegenzutreten und um Bedingungen für ein friedliches Zusammenleben aktiv zu schaffen. Vielfalt und Diversität werden dort am meisten akzeptiert, wo sie zur Lebensrealität gehören, davon sind die Mitglieder überzeugt.

Einigkeit besteht darüber, dass die Prävention von demokratiefeindlichen Tendenzen möglichst früh beginnen muss. Dafür braucht es qualifiziertes Personal, das die Aktivitäten koordiniert, organisiert und die Qualität sichert. Und dafür müssen Kommunen auf dauerhafte und nicht projektgebundenen Unterstützung von Bund und Ländern zählen können.

Im Sommer 2019 haben die DEFUS-Mitglieder gemeinsam Leitgedanken für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in unseren Städten und zur Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen in unseren Kommunen verabschiedet. Auch weiterhin wird sich DEFUS aktiv dafür einsetzen, dass alle Menschen in Deutschland willkommen sind und friedlich gemeinsam in unseren Städten und Kommunen leben und diese aktiv gestalten können.

04.02.2020

Friedliches Zusammenleben in den Kommunen organisieren

Spätestens seit den großen Flüchtlingsbewegungen 2015 und 2016 und einer zunehmenden Polarisierung ist in aller Deutlichkeit klar, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland kein Selbstläufer ist, sondern aktiv gepflegt und erhalten werden muss. Der viel gepriesene Kit der Gesellschaft droht, in dem immer lauter werdenden populistischen Diskurs und einer zunehmenden Verunsicherung der Gesellschaft zu zerfallen. Die Mitglieder des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (Defus) setzen sich deswegen für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts ein und treten Polarisierung entgegen.

Kommunen können und müssen aktiv auf diese gesellschaftlichen Entwicklungen reagieren. Sie sind maßgeblich für die alltägliche Gewährleistung der Sicherheit und des gesellschaftlichen Friedens verantwortlich. Sie müssen die Integration verschiedener Kulturen und Lebensentwürfe leisten sowie ausdifferenzierte gesellschaftliche Bedürfnisse mittragen und managen. Das friedliche Zusammenleben einer immer diverser werdenden Gesellschaft zu organisieren und dabei die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht zu verlieren, ist ­eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre.
Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Anerkennung von Vielfalt und Diversität in einer Kommune. Studien zur Messung des gesellschaftlichen Zusammenhalts weisen eindeutig nach, dass gesellschaftliche Vielfalt dort am meisten akzeptiert ist, wo sie zur Lebensrealität gehören.

Der Artikel von Anna Rau wurde im November 2019 in DEMO Vorwärts-Kommunal veröffentlicht. Inhaltlich basiert der Artikel auf den Leitgedanken für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in unseren Städten Leitgedanken zur Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen in den Kommunen, die von den DEFUS-Mitgliedskommunen verfasst und verabschiedet wurden.

Zum vollständigen Artikel

21.01.2020

Auf den Spuren der kommunalen Kriminalprävention in Deutschland

Im Fokus der Veranstaltung stehen Fragen nach den Ursprüngen, aktuellen Richtungen und Trends in der kommunalen Kriminalprävention in Deutschland: Wie hat sie sich entwickelt? Wie kann sie sich weiterentwickeln? Wo will, kann und soll sie hin? Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis befinden sich auf den Spuren der kommunalen Kriminalprävention in Deutschland.

Die DEFUS Geschäftsstelle und einige DEFUS-Mitglieder sind aktiv in die Veranstaltung eingebunden.

Programm, Informationen und Anmeldung

 

15.01.2020

Fortbildung: Sichere Veranstaltungen im öffentlichen Raum

Veranstaltungen im öffentlichen Raum können die Lebensqualität und kulturelle Vielfalt in Städten und Gemeinden stärken. Sie sind weiche Standortfaktoren im Stadtmarketing. Die Palette der Veranstaltungen reicht von Straßenfesten- und Volksfesten über Jahrmärkte, Konzerte und Sportereignissen bis zu Großveranstaltungen im öffentlichen Raum. Veränderte Veranstaltungsformen, gestiegene Sicherheitsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ebenso wie veränderte Bedrohungssituationen z.B. durch eine erhöhte Terrorgefahr machen Neuorientierungen bei der (Weiter-)entwicklung von Sicherheitskonzepten und –maßnahmen notwendig. 

Die Fortbidlung ist eine gemeinsame Veranstaltung von DEFUS und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Sie wurde erstmals im Oktober 2019 angeboten und wird nun auf Grund der starken Nachfrage am vom 2.-3- März 2020 in Berlin wiederholt.

Veranstaltungsprogramm

Veranstaltungsort: Deutsches Institut für Urbanistik, Zimmerstraße 13-15, (Eingang 14-15) 10969 Berlin

Die Anmeldung erfolgt über das DIfU und kann online erfolgen. Anmeldeschluss ist zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

11.12.2019

Webinar verpasst? Kein Problem

Die Aufzeichnungen der Webinarreihe Vorurteile abbauen im Quartier und des ersten Webinars der Reihe Sicherheit im Bahnhofsviertel sind nun online.

Webinarreihe: Sicherheit im Bahnhofviertel

Bahnhofsviertel prägt allgemein ein eher schlechter Ruf. Dieser Ruf war in den vergangenen Jahren vielerorts Ausgangspunkt kommunaler Bemühungen zur nachhaltigen Aufwertung des zentrumsnahen Umfelds der Bahnhöfe. In der Webinarreihe beschäftigen wir uns mit den dort auftretenden Nutzungskonflikten und der besonderen Dynamik des Wandels, der mit Fragen nach der Gewährleistung von Sicherheit verbunden ist. Strategien im Umgang mit objektiver und subjektiver Unsicherheit diskutieren wir unter Berücksichtigung der besonderen sozialräumlichen Bedingungen von Bahnhofsvierteln. Die Webinarreihe basiert auf den Befunden verschiedener Erhebungsmethoden des vom BMBF geförderten Verbundprojektes „Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa)“.

Die Webinare finden jeweils zwischen 16 - 17 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, erfordert aber eine Registierung. Weitere Informationen zu den Themen der jeweiligen Webinare und zur Anmeldung finden Sie hier:

Zur Aufzeichnung Webinar 1: Sicherheitslage und Sicherheitsgefühl

Webinarreihe: Vorurteile abbauen im Quartier

Die Gesellschaft in Deutschland wird bunter. Gesellschaftliche Vielfalt wird insbesondere dort akzeptiert, wo sie intensiv gelebt und erlebt wird. Ein wichtiger Aspekt des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Integration aller gesellschaftlichen Gruppen ist die Akzeptanz von Vielfalt. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist die eigene Haltung und die Bereitschaft, sich mit Neugier fremden Gruppen zu nähern und eventuelles Unbehagen abzubauen. Vor allem direkte Begegnungen und persönlicher Kontakt mit möglichst unterschiedlichen Menschen beugen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rechtsextremismus vor.

In zwei Webinare kommen Wissenschaftler*innen und Praktiker aus den Projekten vor Ort zu Wort, die sich in ihrer Arbeit mit dem Aufeinandertreffen von Menschen und den positiven und überraschenden Folgen von Kontakt und Kennenlernen befassen.  Das erste Webinar "Begegnungen schaffen" findet am 30.10.2019 und das zweite Webinar "In Vielfalt zusammenleben" findet am 26.11.2019 jeweils von 16-17.00 Uhr statt.

Die Webinare werden gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ und von dem von DEFUS mitgetragenen Projekt Pufii.de veranstaltet und vom DPT umgesetzt.

Zur Aufzeichnung der Webinare

01.12.2019

Diversitätspolitik als Basis des friedlichen Zusammenlebens

Deutschland wird bunter, älter und vielfältiger und es zählt zu den sichersten Ländern der Welt. Dennoch steigt die Angst vor Kriminalität. Im aktuell aufgeheizten politischen Diskurs werden immer häufiger Unsicherheit, Migration und gescheiterter Integration in Verbindung gebracht. Der Frage, ob es eine Verbindung zwischen Sicherheit, Migration und Integration gibt und wie das friedliche Zusammenleben in Zukunft organisiert werden kann, sind 70 Teilnehmer*innen und Referent*innen im Rahmen der gemeinsamen Fachtagung von DHPol und DEFUS "Die Organisation des friedlichen Zusammenlebens im Spannugsfeld Migration, Integration und Sicherheit" nachgegangen.

Im Laufe der Tagung stellte sich deutlich heraus, dass die Frage nach der Sicherheit für wen und der Angst vor was nicht präzise genug gestellt und oft einseitig betrachtet wird. Zum Beispiel schüren zunehmende rassistische Übergriffe und Straftaten gegen vermeintlich fremde Menschen Angst und Unsicherheit in großen Teilen der Bevölkerung. Soufeina Hamed, Psychologin und Comiczeichnerin, stellte klar, dass es immer wichtig sei, zu reflektieren über wessen Angst vor was wir reden. Ein gemeinsames Ziel muss es sein, die Ängste aller Menschen in Deutschland zu reduzieren. Für sie bedeutet Vielfalt zugleich auch Sicherheit und sie wünschte sich, dass Polizei und Kommune sich ihres Einflusses und ihrer Außenwirkung auf die Akzeptanz von Vielfalt bewusster werden. Vielfalt wird in der Stadt Stuttgart schon seit vielen Jahren als Bereicherung und Mehrwert gesehen berichtete Dr. Martin Schairer. Die Stadt mit dem deutschlandweit höchsten prozentualen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund versteht sich als „Arrival City“ in der jeder, der dort wohnt, Stuttgarter ist.

Fünf wissenschaftliche Projekte, die zu der Frage von Sicherheit, Vielfalt und Integration arbeiten stellten erste Forschungsergebnisse vor und diskutierten diese mit den Teilnehmer*innen. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass das Sicherheitsgefühl eher durch Ordnungswidrigkeiten als durch Migration beeinflusst wird. Auch die Segregation in deutschen Städten wird deutlich stärker durch soziale Faktoren, wie das Einkommen, beeinflusst als durch ethnische Zugehörigkeit.  Polizei und Kommunen müssen sich an die sich verändernde Gesellschaft in Deutschland anpassen. Dazu gehören sowohl die Ausbildung aber auch die Kommunikation mit dem Bürger. Staatliches Personal muss diverser werden ohne dabei dem Missverständnis zu unterliegen, dass Migrationshintergrund zugleich interkulturelle Kompetenz bedeutet.

Polizei und Kommune sind starke Akteure im medialen Diskurs. In diesem Kontext ist es besonders wichtig, auf die Sprache zu achten. Sprache formt den Eindruck, den die Bürger*innen von der Sicherheitslage in Deutschland haben. Bemängele zum Beispiel ein Polizeigewerkschaftler wiederholt wie überlastet die Polizei sei, müsse man sich nicht wundern, wenn dann beim Bürger der Eindruck entsteht, die Polizei habe die Lage nicht mehr im Griff. Rassismus ist weit verbreitet in Deutschland und der Staat, also ganz entscheidend auch Polizei und Kommunen, dürfen rassistische Haltungen nicht durch Sprache untermauern und damit manifestieren. Aslı Sevindim fordert, dass Polizeipräsidenten und Bürgermeister ihre Sprache und ihre Wortwahl überdenken. Denn wo Zuschreibungen gemacht werden, realisieren sie sich.

Die Stadt Freiburg ist bekannt als Idyll im Süden der Bundesrepublik. Durch zwei Einzeltaten, an denen Geflüchtete tatverdächtig bzw. Täter waren, und die mediale Berichterstattung darüber hat die gefühlte Sicherheit in Freiburg stark abgenommen. Durch klares rechtsstaatliches und integrationspolitischen Handeln konnten Polizei und Kommune gemeinsam zurück zu einer positiven Gestaltung der Stadt und der Stadtgesellschaft kommen. Polizeivizepräsident Matthias Zeiser und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach stellten die Maßnahmen der Stadt Freiburg vor.

In der Podiumsdiskussion mit Christian Kromberg, Dr. Irene Mihalic, Thomas Model, Thomas Müller, Claus Preißler und Dr. Maria Scharlau waren sich alle einig, dass die Organisation des friedlichen Zusammenlebens eine Mammutaufgabe Jahre ist.   

Der Staat hat die menschenrechtliche Verpflichtung, für größtmögliche Sicherheit für alle Menschen im Land zu sorgen. Dennoch nehmen rassistische Gewalttaten zu. Trotz Präventionsprogrammen und jahrelanger Anstrengungen ist es nicht gelungen, die seit vielen Jahren in der Bevölkerung weit verbreiteten und für die Radikalisierung von Rechtsextremisten mitverantwortliche negative Einstellung gegenüber Menschen mit vermeintlichen oder tatsächlichen Migrationserfahrungen zu reduzieren. Dabei liegen eindeutige Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen, die mittels Kontakt Vorurteile reduzieren vor. Es hapert allerdings bisher an der Umsetzung, auch auf Grund mangelnder Förderung.

Auch die gesellschaftliche Teilhabe, die im Rahmen von Integrationsmaßnahmen angestrebt wird, hat einen nachweislichen positiven Effekt. Allerdings stellt sich die Frage ob Integration noch das richtige Konzept ist. Denn auch bei den „Herkunftsdeutschen“ gibt es Menschen, die sozial abgehängt sind, deren gesellschaftliche Teilhabe nicht stattfindet und die man als nicht integriert bezeichnen könnte.  Die Stadt Mannheim betreibt seit vielen Jahren aktiv Diversitätspolitik und ist mit dem Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt Vorreiter in Deutschland. Dort hat sich die Erkenntnis etabliert, dass eine gute Diversitätspolitik besser funktioniert als Integrationspolitik und dies die beste Grundlage für eine erfolgreiche Sicherheitspolitik ist.

Die Quintessenz der Diskussion war die Erkenntnis, dass es ein positives Narrativ braucht, mit dem sich alle in Deutschland lebenden Menschen identifizieren können. Vielfalt muss als Realität und Normalität anerkannt und gemeinsam entlang demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien gestaltet werden. So können wir es schaffen, dass alle in einer offenen Gesellschaft frei und sicher leben und die Potentiale der Vielfalt nutzen können.

Prof. Dr. Toprak rundete die Veranstaltung mit einem Rückblick in die Geschichte der Einwanderung nach Deutschland ab und schärfte humorvoll den Blick auf die vielen Fehler, die in der Integrationspolitik in Deutschland begangen wurden. Die Unterteilung der Bevölkerung in Nicht-Migranten und Migranten funktioniert nicht mehr, denn inzwischen fühlen sich auch viele Menschen in Deutschland Zugehörig, die leider immer noch von vielen als Fremde wahrgenommen werden. Das müssen wir ändern.

Gemeinsam mit der DHPol wird DEFUS die Ergebnisse der beiden Fachtagungen zu Sicherheit im öffentlichen Raum im Januar und zu Sicherheit und Integration in einem Sammelband veröffentlichen. Der Sammelband soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 erscheinen.

Pressemitteilung der DHPol

 

 

29.11.2019

#NeuStartKlima - 4. Globaler Klimastreiktag am 29. November

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten unter dem Motto #FridaysForFuture für echten Klimaschutz und eine Zukunft ohne Klimakrise. Der globale Klimastreiktag am 29. November findet im Vorfeld zum großen UN-Klimagipfel, der am 1. Dezember in Madrid beginnt.

Warum unterstützen Efus und DEFUS den Globalen Klimastreik?

Das Europäische Forum für Urbane Sicherheit und das Deutsche Forum für Urbane Sicherheit unterstützen den globalen Klimastreik.

Die Folgen der Klimakrise haben bereits heute einen enormen Einfluss auf das Leben in unseren Städten. Starkregen, Hitzewellen und Waldbrände stehen offensichtlich in direktem Zusammenhang mit der öffentlichen Sicherheit. Globale Migrationsbewegungen werden schon heute durch Folgen der klimatischen Veränderung ausgelöst und werden in Zukunft die weltweiten Flüchtlingsströme vom Land in die Städte verstärken.

Fragen der urbanen Resilienz, also der Reaktionsfähigkeit der Stadtverwaltung auf derartige Großschadensereignisse, müssen auch in Zusammenhang mit Fragen der sozialen Resilienz und der Sicherheit betrachtet werden. Initiativen wie die 100-Reslient Cities Initiative oder das Städtenetzwerk ICLEI verbinden in ihrer Arbeit schon lange Fragen des Klimas mit Fragen der Sicherheit.

In Deutschland leben 77,5% der Bevölkerung in Städten. Soll der Klimawandel gebremst und gestoppt werden, müssen Städte einen großen Anteil dazu beitragen. Das ICPP hat hier zusammengefasst, welche Verantwortung Städte tragen und was Städte tun können. New York City, Helsinki, Buenos Aires und unsere Mitglieder Mannheim, Malmö und Barcelona sowie 10 weitere Städte werden nächste Woche als erste eine Erklärung unterzeichnen, in der sich die Städte verpflichten, "den Rahmen der Sustainable Development Goals (SDGs) zu nutzen, um einen Beitrag zur Beendigung extremer Armut, zur Bekämpfung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit und zur Verhinderung der schädlichen Auswirkungen des Klimawandels bis 2030 zu leisten".

Demonstationen in allen DEFUS-Mitgliedsstädten

Auch in allen DEFUS-Mitgliedsstädten finden heute Mittag ein oder mehrer Demonstrationen statt (Übersicht der angemeldeten Demonstrationen). Auch die zunehmenden Demonstrationen und Aktionen von Gruppen wie Extinction Rebellion haben einen direkten Zusammenhang mit der Arbeit der Sicherheitsverwaltung.

Efus und DEFUS werden auch nach dem 20. September weiter zu den Schnittstellen zwischen Klimawandel, Maßhamen zum Klimaschutz und Fragen der urbanen Sicherheit arbeiten. 

Efus und DEFUS wünschen sich bunte und friedliche Demonstrationen mit vielen Teilnehmer*innen!

 

25.11.2019

Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen

Das friedliche Zusammenleben einer immer diverser werdenden Gesellschaft zu organisieren und dabei die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht zu verlieren, ist eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre. Kommunen sind maßgeblich für die alltägliche Gewährleistung der Sicherheit und des gesellschaftlichen Friedens verantwortlich. Sie müssen die Integration verschiedener Kulturen und Lebensentwürfe leisten sowie ausdifferenzierte gesellschaftliche Bedürfnisse mittragen und managen. Hinzu kommen die Nutzungs- und Interessenskonflikte im öffentlichen Raum, die ebenfalls von der Kommune ausgehandelt und gelöst werden sollen.

Die Mitgliedsstädte des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS e.V.) haben sich in einem Diskussionsprozess mit der Organisation des friedlichen Zusammenlebens in den Kommunen auseinandergesetzt und Leitgedanken entwickelt, die Arbeit in den Mitgliedskommunen leiten und erleichtern sollen.

DEFUS Leitgedanken zur Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen in den Kommunen

29.10.2019

Sichere Großveranstaltungen im öffentlichen Raum

Die Eventorientierung der Bevölkerung hat zu genommen und seit einigen Jahren steigt in den Kommunen die Anzahl an Veranstaltungen im öffentlichen Raum kontinuierlich an. Veränderte Veranstaltungsformen, gestiegene Sicherheitsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ebenso wie veränderte Bedrohungssituationen z.B. durch eine erhöhte Terrorgefahr bringen neue Herausforderungen für Kommunen sowohl als Genehmigungsbehörde als auch als Veranstalter mit sich.

Auf der zweitägigen Fortbildung, die DEFUS gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (DIfU) Ende Oktober organisiert hat, referierten Experten und Vertreter aus drei Kommunen zu den aktuellen Herausforderungen und Ansätzen für Veranstaltungssicherheit.

Wichtig ist es, sich bei der Planung am Schutzziel zu orientieren. Beantworten sich Veranstalter und Genehmigungsbehörden die Frage "Wer und was muss wo und wie lange geschützt werden?" kommt man zu einem pragmatischen und guten Sicherheitskonzept. Gemeinsam mit allen Akteuren muss die vor jeder Veranstaltung klar die Verantwortlichkeiten und deren zeitliche und örtlichen Grenzen definiert werden. Die Zusammenarbeit und Kooperation aller Akteure vom Sanitätsdienst, über den Veranstaltungsordnungsdienst über die Polizei hin zur Kommune auf Augenhöhe ist ein zentraler Faktor für die Gewährleistung von Sicherheit auf Großveranstaltungen.

Um eine ganzheitliche Lagebewertung und ein umfassendes Sicherheitskonzept kommen Veranstalter heute nicht mehr herum und bei einigen Veranstaltungen im öffentlichen Raum gehören Zufahrtssperren heute ebenfalls dazu. Dennoch sollte die Inszenierung von Sicherheit hinterfragt werden.

100% Sicherheit kann es nicht geben. Aber wenn alle Beteiligten 100% Anstrengung geben und gemeinsam eine Kultur der Verantwortung aufbauen, ist dies eine gute Voraussetzungen für die Sicherheit auf Großveranstaltungen.

Auf Grund des großen Interesses an der Fotrbildung, wird die Fortbildung Anfang März 2020 nochmals angeboten.

26.09.2019

Vorurteile abbauen im Quartier wie geht das?

In zwei Webinare kommen Journalisten, Wissenschaftler*innen und Praktiker aus den Projekten vor Ort zu Wort, die sich in ihrer Arbeit mit dem Aufeinandertreffen von Menschen und den positiven und überraschenden Folgen von Kontakt und Kennenlernen befassen.  Das erste Webinar "Begegnungen schaffen" findet am 30.10.2019 und das zweite Webinar "In Vielfalt zusammenleben" findet am 26.11.2019 jeweils von 16-17.00 Uhr statt.

Die Webinare werden gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ und von dem von DEFUS mitgetragenen Projekt Pufii.de veranstaltet und vom DPT umgesetzt.

Weitere Informationen und Anmeldung

19.09.2019

#AlleFürsKlima - Globaler Klimastreik am 20. September

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten unter dem Motto #FridaysForFuture für echten Klimaschutz und eine Zukunft ohne Klimakrise. Im Vorfeld zum großen UN-Klimagipfel, der am 1. Dezember in Madrid beginnt, und pünktlich zur Tagung des deutschen Klimakabinetts, wollen erstmals auch Erwachsene auf die Straße gehen und gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen demonstrieren.

Ein großes Bündnis, zu dem Umwelt-, Wohlfahrts-, Kultur- und Entwicklungsverbände, Kirchen, Klimaschutzinitiativen, Vereine und soziale Bewegungen gehören, rufen dazu auf, den globalen Klimastreik am 20. September zu unterstützen. Auch zahlreiche Unternehmen beteiligen sich am Klimastreik, wie das Bündnis Entrepreneurs for Future, dem knapp 2500 Firmen angeschlossen sind, und die 200 Mitgliedsfirmen des Verbands UnternehmensGrün.

Auch einige unserer deutschen Mitgliedsstädte, darunter Berlin, Düsseldorf, Karlsruhe und Köln, setzen am Freitag die Kernarbeitszeit aus, so dass die Mitarbeiter*innen der Stadt- und Senatsverwaltungen sich an dem Streik beteiligen können.

Warum unterstützen Efus und DEFUS den Globalen Klimastreik?

Das Europäische Forum für Urbane Sicherheit und das Deutsche Forum für Urbane Sicherheit unterstützen den globalen Klimastreik virtuell und setzen mit einem grünen Bildschirm ein digitales Zeichen.

Die Folgen der Klimakrise haben bereits heute einen enormen Einfluss auf das Leben in unseren Städten. Starkregen, Hitzewellen und Waldbrände stehen offensichtlich in direktem Zusammenhang mit der öffentlichen Sicherheit. Globale Migrationsbewegungen werden schon heute durch Folgen der klimatischen Veränderung ausgelöst und werden in Zukunft die weltweiten Flüchtlingsströme vom Land in die Städte verstärken.

Fragen der urbanen Resilienz, also der Reaktionsfähigkeit der Stadtverwaltung auf derartige Großschadensereignisse, müssen auch in Zusammenhang mit Fragen der sozialen Resilienz und der Sicherheit betrachtet werden. Initiativen wie die 100-Reslient Cities Initiative oder das Städtenetzwerk ICLEI verbinden in ihrer Arbeit schon lange Fragen des Klimas mit Fragen der Sicherheit.

In Deutschland leben 77,5% der Bevölkerung in Städten. Soll der Klimawandel gebremst und gestoppt werden, müssen Städte einen großen Anteil dazu beitragen. Das ICPP hat hier zusammengefasst, welche Verantwortung Städte tragen und was Städte tun können. New York City, Helsinki, Buenos Aires und unsere Mitglieder Mannheim, Malmö und Barcelona sowie 10 weitere Städte werden nächste Woche als erste eine Erklärung unterzeichnen, in der sich die Städte verpflichten, "den Rahmen der Sustainable Development Goals (SDGs) zu nutzen, um einen Beitrag zur Beendigung extremer Armut, zur Bekämpfung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit und zur Verhinderung der schädlichen Auswirkungen des Klimawandels bis 2030 zu leisten".

Demonstationen in allen DEFUS-Mitgliedsstädten

Auch in allen DEFUS-Mitgliedsstädten finden heute Mittag ein oder mehrer Demonstrationen statt (Übersicht der angemeldeten Demonstrationen). Auch die zunehmenden Demonstrationen und Aktionen von Gruppen wie Extinction Rebellion haben einen direkten Zusammenhang mit der Arbeit der Sicherheitsverwaltung.

Efus und DEFUS werden auch nach dem 20. September weiter zu den Schnittstellen zwischen Klimawandel, Maßhamen zum Klimaschutz und Fragen der urbanen Sicherheit arbeiten. 

Efus und DEFUS wünschen sich bunte und friedliche Demonstrationen mit vielen Teilnehmer*innen!

 

12.06.2019

Nürnberg, Gladbeck, Berlin und Hannover sind neu dabei

Seit November 2018 ist das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit um vier Mitglider gewachsen. Es freut uns sehr, dass wir mit Nürnberg nun eine weitere bayrische Großstadt in unserem Netzwerk begrüßen können. Die Stadt Gladbeck verstärkt die Vernetzung des Ruhrgebiets mit deutschen Städten und Europa. DEFUS hat seit seiner Gründung im Jahr 2010 den Sitz seiner Geschäftsstelle in Hannover. Es ist sehr gut, dass unsere "Heimatstadt" nun auch Mitglied im Städtenetzwerk ist. Die Mitgliedschaft Berlins, als erster Stadtstaat und Hauptstadt, ist inbesondere für dem Austausch mit den anderen europäischen Hauptstädten, die bei Efus Mitglied sind, und für den intensiven Austausch auf deutscher Ebene ein großer Gewinn.

 

01.06.2019

Deutsches Institut für Urbanistik und DEFUS arbeiten eng zusammen

Wenngleich Sicherheit in erster Linie eine staatliche Aufgabe ist, richten sich die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger für sicherere Lebensräume gerade auch an die Städte und Gemeinden. Von kommunaler Seite wird eine breite Palette von Maßnahmen und Konzepten zur Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum umgesetzt. Sie umfasst ordnungsrechtliche, personelle, technische, baulich-gestalterische, sozial-räumliche Maßnahmen und vor allem auch die Information und die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Das Difu ist seit Jahren im Themenfeld „Urbane Sicherheit“ forschend tätig, entwickelt und veranstaltet Fortbildungsformate für Führungs‐ und Fachpersonal aus Kommunen, Polizei, Kammern, Verbänden sowie Ratsmitgliedern und hat zahlreiche Veröffentlichungen zu entsprechenden Themen vorgelegt. Efus und DEFUS arbeiten seit 30 Jahren zum Thema Urbane Sicherheit und vertreten als europäisches Städtenetzwerk die kommunale Perspektive zum Thema Sicherheit. Die Zusammenarbeit des kommunalen Forschungsinstituts und des Städtenetzwerks birgt viele Synergien, die in Zukunft intenvis genutzt und gelebt werden sollen.

Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen, die gemeinsame Beteiligung an Projekten und der intensive Austausch auf der Arbeits- und Gremienebene.

23.05.2019

DEFUS & Efus auf dem Deutschen Präventionstag in Berlin

Der 24. DPT ist am Dienstag zu Ende gegangen. Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas „Demokratieförderung“ wurde immer wieder der Blick auf die Bedeutung von Teilhabechancen und Beteiligungsmöglichkeiten gelegt. Auch in Fragen der kommunalen Prävention und lokalen Sicherheitspolitiken wird zunehmend die Beteiligung der Bürger und insbesondere von marginalisierten Bevölkerungsgruppen eingefordert. Bundesministerin Dr. Franziska Giffey kündigte an, das bundesweite Programm „Demokratie leben!“ zu entfristen und auf dauerhafte und nachhaltige Beine zu stellen. Dies entspricht den Forderungen der Kommunen, die immer wieder die kurzen Projektlaufzeiten und den damit verbundenen zeitlichen und personellen Aufwand für die Mittelbeschaffung kritisierten.

Der gemeinsame Stand von Efus und DEFUS war über zwei Tage hinweg gut besucht. Mitglieder nutzen den Stand als Treffpunkt und Interessierte erkundigten sich über die Aktivitäten von Efus und DEFUS. Resümierend lässt sich feststellen, dass das Thema der urbanen Sicherheit an Aufmerksamkeit gewonnen hat und die Nachfragen dazu auch im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Auch mit Vorträgen waren Efus und DEFUS präsent und konnten sich über ein reges Interesse und eine erfreulich große Zuhörerschaft freuen.

Ein extra Angebot für die DEFUS-Mitglieder war die Führung durch die Neuköllner High-Deck Siedlung, die sowohl auf Grund der Baustruktur als auch der sozialen Durchmischung als problematisch gilt. Die Quartiersmanagerin Frau Müller berichtet aus ihrem 19jährigen Berufsleben und führte die 10 Mitglieder in einer kurzen Regenpause durch das von ihr betreute Quartier. Mit Leidenschaft und Herzblut gelingt es der Quartiersmanagerin und ihren Mitarbeitern einen Teil der Bewohner zu aktiveren und für die Belange der Siedlung stark zu machen. Ein einführender Besuch im Kindertreff und der Bericht der Leiterin, Frau Kaufmann, zur Arbeit mit den Kindern aus stark sozialbenachteiligten Verhältnissen rundeten den Besuch ab. Die High-Deck Siedlung und die sehr engagierte Arbeit der Quartiersmanagerin und der Sozialarbeiter vor Ort verdeutlichten eindrücklich, dass Vorschläge zur inneren Sicherheit mit mehr Polizei und Videoüberwachung alleine die Probleme in einer solchen Siedlung nicht lösen. Nur ein sozialräumlicher Ansatz mit kleinteiligen Lösungen, gepaart mit Videoüberwachung zum Beispiel zum Schutz von Einzelhändlern vor Überfällen, bringen Verbesserungen für die Bewohner und den Stadtteil.

Wir freuen uns schon auf den 25. Präventionstag, vom 27.-28. April 2020 in Kassel der sich mit dem Titel Prävention 4.0 der Verbindung von digitaler mit analoger Prävention  widmen wird.

20.05.2019

DEFUS & Efus auf dem Deutschen Präventionstag in Berlin

Der 24. DPT ist am Dienstag zu Ende gegangen. Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas „Demokratieförderung“ wurde immer wieder der Blick auf die Bedeutung von Teilhabechancen und Beteiligungsmöglichkeiten gelegt. Auch in Fragen der kommunalen Prävention und lokalen Sicherheitspolitiken wird zunehmend die Beteiligung der Bürger und insbesondere von marginalisierten Bevölkerungsgruppen eingefordert. Bundesministerin Dr. Franziska Giffey kündigte an, das bundesweite Programm „Demokratie leben!“ zu entfristen und auf dauerhafte und nachhaltige Beine zu stellen. Dies entspricht den Forderungen der Kommunen, die immer wieder die kurzen Projektlaufzeiten und den damit verbundenen zeitlichen und personellen Aufwand für die Mittelbeschaffung kritisierten.

Der gemeinsame Stand von Efus und DEFUS war über zwei Tage hinweg gut besucht. Mitglieder nutzen den Stand als Treffpunkt und Interessierte erkundigten sich über die Aktivitäten von Efus und DEFUS. Resümierend lässt sich feststellen, dass das Thema der urbanen Sicherheit an Aufmerksamkeit gewonnen hat und die Nachfragen dazu auch im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Auch mit Vorträgen waren Efus und DEFUS präsent und konnten sich über ein reges Interesse und eine erfreulich große Zuhörerschaft freuen.

Ein extra Angebot für die DEFUS-Mitglieder war die Führung durch die Neuköllner High-Deck Siedlung, die sowohl auf Grund der Baustruktur als auch der sozialen Durchmischung als problematisch gilt. Die Quartiersmanagerin Frau Müller berichtet aus ihrem 19jährigen Berufsleben und führte die 10 Mitglieder in einer kurzen Regenpause durch das von ihr betreute Quartier. Mit Leidenschaft und Herzblut gelingt es der Quartiersmanagerin und ihren Mitarbeitern einen Teil der Bewohner zu aktiveren und für die Belange der Siedlung stark zu machen. Ein einführender Besuch im Kindertreff und der Bericht der Leiterin, Frau Kaufmann, zur Arbeit mit den Kindern aus stark sozialbenachteiligten Verhältnissen rundeten den Besuch ab. Die High-Deck Siedlung und die sehr engagierte Arbeit der Quartiersmanagerin und der Sozialarbeiter vor Ort verdeutlichten eindrücklich, dass Vorschläge zur inneren Sicherheit mit mehr Polizei und Videoüberwachung alleine die Probleme in einer solchen Siedlung nicht lösen. Nur ein sozialräumlicher Ansatz mit kleinteiligen Lösungen, gepaart mit Videoüberwachung zum Beispiel zum Schutz von Einzelhändlern vor Überfällen, bringen Verbesserungen für die Bewohner und den Stadtteil.

Wir freuen uns schon auf den 25. Präventionstag, vom 27.-28. April 2020 in Kassel der sich mit dem Titel Prävention 4.0 der Verbindung von digitaler mit analoger Prävention  widmen wird.

 

16.05.2019

24. Deutscher Präventionstag in Berlin

Wie immer haben Efus & DEFUS einen Stand auf dem DPT. Wir freuen uns über zahlreiche Besuche und Gespräche mit Ihn an unserem Stand.

Dieses Jahr wird Urbane Sicherheit auch durch Mitglieder und Mitarbeiter von Efus und DEFUS in zahlreichen Vortragsveranstaltungen und Projektspots thematisiert.

Montag, 20. Mai, 15 bis 17 Uhr,  Festival Center
Aufbruch zu einer Strategie der gesamtgesellschaftlichen Gewaltprävention - Initiative Gesamtgesellschaftliche Gewaltprävention (IGG)
Erich Marks, Dirk Wurm auf dem Panel neben Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Polizei und Justiz
Programm
Die Initiative Gesamtgesellschaftliche Gewaltprävention ruft die Bundesregierung dazu auf, gemeinsam mit Ländern und Kommunen,  freien Trägern, einschlägigen Institutionen und Organisationen aus dem Bereich der Gewaltprävention und der Wissenschaft eine Strategie für die Entwicklung gesamtgesellschaftlicher Gewaltprävention zu erarbeiten und umzusetzen. Sehr gerne können Sie diese Idee und Initiative mit Ihrer Unterschrift unterstützen und den Neuköllner Aufruf hier unterzeichnen. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Initiative und deren Ansinnen vorgestellt. Dirk Wurm vertritt DEFUS und die kommunale Perspektive.

Montag, 20. Mai, 15:30 bis 15:50 Uhr, Estrel-Saal C-2
Präventionskonferenzen zur Stärkung lokaler Bündnispartner, Stadt Essen, Matthias Blackert

Montag, 20. Mai, 16:00 - 16:45
Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa) – Neue empirische Befunde
Aktueller Bericht aus dem SIBA Forschungsprojekt, bei dem Düsseldorf, München, der DPT und DEFUS als Partner teilnehmen.

Montag, 20. Mai,16:30 - 16:50 Uhr, Estrel-Saal C-2
Raumintervention – Nutzungsvielfalt durch Beteiligung
Stadt Augsburg, Janina Hentschel

Dienstag, 21. Mai, 10:00 - 10:45 Uhr, Raum Straßburg
Sucht und Auswirkungen auf das Zusammenleben in den Städten
Stadt Augsburg & Efus, Dirk Wurm, Janina Hentschel, Moritz Konradi

Dienstag, 21. Mai, 12:00 - 12:45 Uhr, Raum IV
Wer ist zuständig für die Sicherheit im öffentlichen Raum?
DHPOL & DEFUS, Dr. Michael Wendekamm, Anna Rau
 

06.05.2019

Städte und Regionen für Sicherheit und Demokratie

Im Vorfeld der Efus Generalversammlung lädt Efus Vertreter der EU-Kommission, des EU-Parlaments und von Kommunen zu einem intensiven Austausch zur Rolle von Städten und Gemeinden in der Gestaltung einer europäischen Sicherheitspolitik am 25. Juni nach Augsburg ein.

Die Dimension der urbanen Sicherheit wird noch zu wenig auf europäischer Ebene diskutiert. Dabei sind es gerade die Städte und Gemeinden, die den Bürgern im höchsten Maße Sicherheit bieten.

Die Veranstaltungssprachen sind Englisch und Französisch.

Zum ausführlichen Programm

Zur Anmeldung

16.04.2019

„Eine Sicherheit – viele Akteure“ Kriminalpräventiver Dialog in Thüringen

Die europäischen Städte gehören zu den sichersten der Welt und bieten ihren Bürgern Räume der Sicherheit, der Freiheit und des Wohlbefindens. Ein attraktives Stadtleben ist nicht voraussetzungslos. Viele Ideen, viele Anstrengungen und viele Ressourcen sind notwendig, um das ‚Kunstwerk‘ Stadt an die notwendigen globalen Veränderungen anzupassen. Eine zunehmend wichtige Voraussetzung für ein friedliches und gerechtes Miteinander in Ballungsgebieten ist das Thema Sicherheit und Ordnung.

Urbane Sicherheit umfasst eine große Vielfalt von Aufgaben, an ihrer Schaffung und Aufrechterhaltung sind eine Vielzahl von Akteuren beteiligt. Dass Sicherheit ein Gemeinschaftsgut und von grundlegender Bedeutung für unsere Demokratie ist, lässt sich nicht ernsthaft bestreiten. Wie wir sie garantieren und dabei wichtige Prämissen unseres Zusammenlebens – wie insbesondere den Wunsch nach Freiheit und die Achtung der Menschenrechte – nicht aus dem Blick verlieren, ist eine Frage, die auch diejenigen mitbeantworten wollen und sollen, die ansonsten oftmals lediglich Zielgruppe von Sicherheitspolitik sind.

Die Veranstaltung richtet den Blick auf die Herausforderungen im Bereich der urbanen Sicherheit, denen sich die Kommunen gegenwärtig und künftig gegenübersehen und stellt zugleich die grundlegenden Prämissen einer Idee von Prävention dar, die dieser gemeinsamen Verantwortung für urbane Sicherheit Rechnung trägt.

Vortrag im Rahmen des Kriminalpräventiven Dialogs des Landespräventionsrats Thüringen in Erfurt.

Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Haus der Versöhnung - Johannes-Lang-Saal
Augustinerstraße 10
99084 Erfurt

Montag, 29. April 2019
18.30 Uhr

Referentin: Anna Rau, Geschäftsführerin des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS)

Eine Veranstaltung des Landespräventionsrat Thüringen
Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales
Steigerstraße 24 • 99096 Erfurt
www.lpr-thueringen.de

11.04.2019

Öffentlicher Raum, Integration und Videoüberwachung

Videoüberwachung im öffentlichen Raum, ausreichend Polizeipräsenz vor Ort, schnelles Vorgehen gegen illegale Müllablagerung und eine umfassende Kriminalprävention: Um urbane Sicherheit zu gewährleisten, ist ein ganzheitliches Verständnis gefordert. Aus diesem Grund findet am Freitag, 5. April, der Mannheimer Sicherheitstag statt, den die Stadt gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Mannheim und dem "Behörden Spiegel“ erstmalig durchführt. "Ob eine Stadt sicher ist oder nicht, ist ein Gefühl, das die Bürger ganz subjektiv empfinden – egal, was die Statistik sagt. Über diese Diskrepanz möchten wir uns mit anderen Kommunen und Organisationen austauschen und Wege für die Zukunft finden, als Stadt noch lebenswerter zu sein“, erklärt Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht den Hintergrund.

28 Städte, darunter sieben aus Baden-Württemberg, sowie 45 Organisationen wie Polizeipräsidien, Ordnungsämter, Universitäten, Fraktionen im Landtag, Ministerien oder Verbände haben an dem gut besuchten Sicherheitstag teilgenommen. In drei parallelen Workshops diskutierten die Teilnehmer*innen die Themen "Videotechnik – technische Unterstützung im digitalen Zeitalter“, "Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft – Herausforderungen und gelingende Ansätze in den Bereichen öffentlicher Sicherheit und Integration“ und "öffentlicher Raum – lebenswerter Raum der Sicherheit und Freiheit (?)“.  Zur Eröffnung sprach Thomas Strobl, der Innenminister des Landes Baden-Württemberg. Dirk Wurm, der Vorsitzende von DEFUS, referierte zum Thema Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum und dem Umgang mit Süchtigen in Augsburg.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Deutschen Forum für Urbane Sicherheit (DEFUS) sowie den Präventionsvereinen im Bereich des Polizeipräsidiums, "Sicherheit in Mannheim e.V.“ (SiMA), "Sicheres Heidelberg e.V.“ (SicherHeid) und "Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V.“.

 

29.03.2019

Präventiven Handelns und Politiken der urbanen Sicherheit

Anlässlich der Verabschiedung Erich Marks als Geschäftsführer des Landespräventionsrats Niedersachsen hielt Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Ordnung und Sport der Stadt Stuttgart und ehemaliger Vorsitzender von DEFUS, eine Rede, in der er die aktuellen Herausforderungen im Bereich der urbanen Sicherheit skizzierte.

"Es gibt die aktuellen Herausforderungen, die inzwischen internationales und europäisches Ausmaß angenommen haben und eine nie da gewesene Vermischung von innerer und äußerer Sicherheit darstellen. Es sind die neuen Megathemen, die - neben den allgemeinen Gefahren für Kriminalität und für Sicherheit - festzustellen sind. Es handelt sich bildlich gesagt, um einen Angriff von außen auf unsere ur-bane Sicherheit."

Die vier Megathemen die Dr. Schairer identifiziert sind: 

  • Cyberangriffe – international
  • Terror, international, individuell, national
  • Radikalisierung, Extremismus, Antisemitismus , international, europäisch wie national
  • Europaweiter Nationalismus, importierter Antidemokratismus (Beispiel Gelbwesten) und die Ablehnung von Staatlichkeit überhaupt (Beispiel Reichsbürgerphänomen)

Ganzen Vortrag lesen

 

 

18.02.2019

Sicherheit im öffentlichen Raum

Am 29. und 30. Januar diskutierten 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema „Sicherheit im öffentlichen Raum“ an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster.

In insgesamt vier Workshops und im Plenum ging es um die Zuständigkeiten, Präventionsmaßnahmen und Zusammenarbeitsformen für die Sicherheit im öffentlichen Raum. Gemeinsam hatten die DHPol und das „Deutsch-Europäischem Forum für Urbane Sicherheit e. V.“ (DEFUS) an die Hochschule eingeladen.

Der Präsident der Deutschen Hochschule der Polizei, Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange, und der Beigeordnete der Stadt Essen und im Vorstand von DEFUS, Christian Kromberg, brachten in ihrer Begrüßung zum Ausdruck, dass die Tagung zu diesem hochaktuellen Thema und die interdisziplinäre Perspektive aus kommunaler, polizeilicher und wissenschaftlicher Sicht zu spannenden und vielleicht auch kontroversen Diskussionen anregen soll.

In drei Keynotes zur Einführung in die Thematik wurde dieser Anspruch sogleich eingelöst, indem Dr. Anke Schröder (LKA Niedersachsen) den Stand der Wissenschaft zur Sicherheit im öffentlichen Raum vorstellte, Dirk Wurm (Ordnungsreferent der Stadt Augsburg) die kommunalen Aspekte in den Vordergrund stellte und abschließend Harald Schmidt, Geschäftsführer Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, die polizeiliche Sicht auf die Thematik „Sicherheit im öffentlichen Raum“ einbrachte.

Nach den Keynotes waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefragt. In Workshops wurden Erfahrungen und Ideen zur Sicherung von Großveranstaltungen, zu Sicherheitspartnerschaften der Zukunft, zu Prävention von Straßenkriminalität sowie zu Sozialkapital und Sicherheitsgefühl ausgetauscht und intensiv diskutiert. Das abendliche „Get-togehther“ bot mit einer Posterausstellung über gelungene Kampagnenarbeit von Polizei und Kommunen zur Sicherheit im öffentlichen Raum Anregung zu einem intensiven Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Referentinnen und Referenten.

Der zweite Tag begann mit der Präsentation und Diskussion der Workshopergebnisse, so dass schnell die inhaltliche Brücke zur Podiumsdiskussion geschlagen war: Ist öffentliche Sicherheit eine hoheitliche Aufgabe und fällt sie in den Verantwortungsbereich der Kommunen? Dieser Frage stellten sich auf dem Podium neben Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange (DHPol), Prof. Dr. Joachim Häfele (Polizeiakademie Niedersachsen), Dr. Christos Katzidis (Mitglied des Landtags NRW), Dr. Stephan Keller (Vorsitzender des Recht- und Verfassungsausschusses des Deutschen Städtetags sowie Stadtdirektor der Stadt Köln), Volker Kluwe (Polizeipräsident Polizeidirektion Hannover) und Dirk Wurm (Ordnungsreferent Stadt Augsburg).

Stephan Keller brachte es auf den Punkt: „Eine gute Aufgabenteilung zwischen Polizei und Kommune gepaart mit präventiven Maßnahmen, die von der Kommune gesteuert werden, sind ganz wichtig, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.“ Ergänzend hob Dirk Wurm hervor, dass eine transparente Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zentrale Bedeutung hat: „Kommunen müssen mit den Bürgern zusammenarbeiten und direkter kommunizieren. Dafür müssen Beteiligungsformate gefunden werden, die die Bürger erreichen.“

Den Abschluss bildete der Vortrag von Dr. Tim Lukas über die resiliente Gesellschaft. Er betonte die Notwendigkeit des Zusammenspiels von Stadtplanung und Nachbarschaftsarbeit. Dabei ging er besonders auf die Kriminalpräventive Platzgestaltung durch Schließung und formelle Überwachung (design out crime) und durch Revitalisierung und informelle Kontrolle (crowd out crime) ein.

Einigkeit herrschte unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Veranstaltern, dass dieses aktuelle Thema zwingend weiter diskutiert werden sollte. Daher ist die nächste Tagung in der Reihe „Sicherheit im öffentlichen Raum“ bereits für den 20. und 21. November 2019 terminiert und widmet sich dem Thema „Sicherheit und Integration“.

 

Zur Veranstaltungsdokumentation

08.01.2019

Fachtagung: Sicherheit im öffentlichen Raum

Sicherheit ist im Grundsatz eine staatliche Aufgabe, in der öffentlichen Diskussion sind aber die Städte und Gemeinden die ersten Ansprechpartner, wenn es um Missstände geht. Die Landschaft der sicherheitspolitischen Akteure hat sich in den vergangenen Jahren sehr ausdifferenziert. Neben den öffentlichen Einrichtungen und der Verwaltung, den Strafverfolgungs- und Justizbehörden, leisten heute auch private Sicherheitsdienstleister sowie zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine und Institutionen wichtige Beiträge zur urbanen Sicherheit. Vor Ort arbeiten Polizei und Kommunen meist arbeitsteilig, eng und gut zusammen. Dennoch stellt sich bei den sich schnell weiterentwickelnden Herausforderungen in der Gewährleistung der Sicherheit in den Kommunen immer wieder die Frage nach der Zuständigkeit und der Rolle der verschiedenen Akteure.

Die gemeinsame Fachtagung der Deutschen Hochschule der Polizei und des Deutsch-Europäischen Forums Urbane Sicherheit will zum einen das Themenfeld Sicherheit im öffentlichen Raum beleuchten. Im Verlauf der Veranstaltung sollen die unterschiedlichen Perspektiven der Polizei und der Kommune und das gegenseitige Rollenverständnisse gemeinsam diskutiert werden sowie Optionen für den Umgang mit den aktuellen Herausforderungen der Sicherheit im öffentlichen Raum erarbeitet werden.
Die Veranstaltung findet am 29. und 30. Januar in Münster-Hiltrup statt.

Anmeldeschluss ist der 14.Januar 2019.

Flyer

Anmeldeformular

08.12.2018

Prävention von Polarisierung und Risikomanagement

Die 17. Mitgliederversammlung in Hannover widmete sich in Folge der Ereignisse in Chemnitz im Sommer 2018 schwerpunktäßig der Prävention von Extremismus. Die anwesenden Vertreter der Mitgliedsstädte, dass sich der gesellschaftliche Diskurs verändert hat, sich antisemitische Vorfälle häufen, eine schwer fassbare rechte „wabernde Maße“ Einfluss gewinnt und zunehmend behördliches Handeln in Frage gestellt wird. Seit 2015 hat die Furcht vor Fremden stark zugenommen, wie Bürgerbefragungen in Heidelberg und Mannheim ergeben haben.

Es besteht bei den Mitgliedern Einigkeit, dass Kommunen aktiv auf diese Entwicklungen reagieren müssen und können. Der „Kampf gegen rechts“ muss allerdings Chefsache sein und in den Kommunen von den Oberbürgermeistern aktiv getragen werden, um erfolgreich zu sein. Die Prävention von demokratiefeindlichen Tendenzen sollte möglichst früh beginnen. Dafür braucht es qualifiziertes Personal, das die Aktivitäten koordiniert, organisiert und die Qualität sichert.

Neben der gesellschaftlichen Polarisierung steht derzeit bei einigen Mitgliedsstädten das Thema Risikomanagement prioritär auf der Agenda. Die Mitgliedsstädte Mannheim, München und Essen berichteten jeweils zum Stand und zur Handhabung des komplexen Themenfelds. DEFUS wird in Zukunft als Austauschplattform zu diesem Thema für die Mitglieder fungieren.

Die 17. Mitgliederversammlung war die erste unter dem neuen Vorsitzenden Dirk Wurm.

 

11.10.2018

Prävention ist die vernünftige und effiziente Antwort auf Kriminalität und Unsicherheit

Nach acht Jahren als Vorsitzender des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS) hat Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart, sein Amt als Vorsitzender abgegeben. Auch der stellvertretende Vorsitzende Dr. Stephan Keller, Stadtdirektor der Stadt Köln, ist nicht mehr angetreten.

Die 15 DEFUS-Mitglieder haben im Juni 2018 Dirk Wurm, Referent für Ordnung und Sport der Stadt Augsburg, zum Vorsitzenden und Christian Kromberg, Beigeordneter der Stadt Essen, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Im Interview mit Anna Rau spricht Dirk Wurm über aktuelle Herausforderungen der urbanen Sicherheit, die Rolle von Kommunen und den Vorteil der Vernetzung. 

Vollständiges Interview lesen

Weitere Artikel über Efus und DEFUS

24.09.2018

DEFUS auf dem 12. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

Erstamlig war das Deutsch-Europäische Forum für Europäische Sicherheit mit einem Stand auf dem 12. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik vertreten.

Das Thema der urbanen Sicherheit hat bisher noch kaum Eingang in die Diskussionen der dort vertretenen Stadtplaner, Baudezernenten und Archtieken gefunden. Dementsprechend groß war das Interesse an einem Austausch zur Bedeutung von Sicherheitsfragen für die Stadtentwicklung und den Efus Materialien.

Wir freuen uns auf die Fortführung des Austauschs im kommenden Jahr.

 

14.09.2018

16. DEFUS Mitgliederversammlung in Dresden

Auf der 16. Mitgliederversammlung in Dresden, am 11. Juni 2018, haben die Mitglieder Dirk Wurm, Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, und Christian Kromberg, Beigeordneter der Stadt Essen, zum neuen DEFUS-Vorstand gewählt.

Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Ordnung, Sicherheit und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart, hat acht Jahre lang die Geschicke von DEFUS geführt. Im Mai 2010 hat er die deutsche Sektion des Europäischen Forums für Urbane Sicherheit aus der Wiege gehoben und seitdem als Vorsitzender gehegt, gepflegt und zum Wachstum gebracht. "Das Baby DEFUS ist nun ein handfester Teenager und es ist die Zeit gekommen, die Leitung nun an jüngere Kollegen zu übergeben", so Dr. Martin Schairer. Die Mitglieder dankten ihm für sein großes Engagement und seinen ehrenamtlichen Einsatz für die urbane Sicherheit in Deutschland und Europa. "DEFUS würde es in dieser Form ohne ihn nicht geben" konstatierte Erich Marks, Vize-Präsident von Efus.   

Dirk Wurm und Christian Kromberg übernehmen die Führung von DEFUS und wollen das Netzwerk weiterentwickeln. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin, Anna Rau, sollen die Serviceleistungen für Mitglieder weiter ausgebaut, der fachlich Austausch noch besser strukturiert und die Vernetzung mit anderen für die Themen der kommunalen Prävention und urbanen Sicherheit relevanten Gremien und Institutionen vorangetrieben werden. 

Neben den Wahlen diskutierten die Mitglieder mögliche Ideen für die Efus Generalversammlung und stimmten über vereinsorganisatorische Fragestellungen ab. Die traditionelle gegenseitige Information und Diskussion aktueller Themen viel kurz aus, wird aber auf der kommenden Sitzung am 16. November 2018 in Hannover ausführlich nachgeholt. 

20.08.2018

DEFUS ist Partner beim Creative Bureaucracy Festival

Am 7./ 8. September findet zum ersten Mal das Creative Bureaucracy Festival in Berlin statt und DEFUS ist Netzwerkpartner bei dem Festival.

Das Festival versammelt Innovatoren des öffentlichen Sektors auf allen Ebenen (vom Erzieher bis zur Ministerin, von der Kommune bis zur internationalen Organisation, von Zehlendorf bis Australien) und die interessierte Öffentlichkeit. Das Motto der Konferenz ist, dass Kreativität und Bürokratie kein Widerspruch sind und Innovationen im öffentlichen Sektor das Gemeinwohl fördern. Erich Marks, Geschäftsführer des Landespräventionsrats Niedersachsen und des Deutschen Präventionstags sowie Vize-Präsident von Efus, wird DEFUS und Efus auf dem SECURITY Panel am Samstag zum Thema "Innovationen aus dem Sicherheitssektor" vertreten und das Manifest vorstellen.
 
Die Veranstaltung wird vom Tagesspiegel in der Humboldt-Universität zu Berlin ausgerichtet. Sie unterscheidet sich von herkömmlichen Verwaltungskongressen in Form, Präsentation, Teilnehmerkreis und Atmosphäre. Im Vordergrund stehen (internationale) Best-Practice-Beispiele und Erfahrungen über erfolgreiche Mechanismen für Veränderungsprozesse. Es werden sechs Bühnen parallel bespielt, das offizielle Programm wird abgerundet von einer Fuck-Up Night („Schöner Scheitern“) und einer Party („Amt aber glücklich“).

Informationen zu Sprechern und zum Programm finden Sie hier.
 

07.06.2018

Kommunale Präventionsarbeit als Chance

Es ist zu einem Gemeinplatz geworden festzustellen, dass Radikalisierungsprävention eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ ist. So werden Schule, Jugendarbeit oder Moscheegemeinden regelmäßig als Handlungsfelder bzw. Akteure von Präventionsarbeit identifiziert. Andere wichtige gesellschaftliche Institutionen hingegen, wie Kommunen, wurden häufig übersehen.

In jüngerer Zeit scheint sich dies zu ändern, Gemeinden, Landkreise und Städte werden zunehmend als Orte von Prävention wahrgenommen, gute Praktiken lokaler Ansätze ausgetauscht. Ein wichtiger Faktor der kommunalen Präventionsarbeit ist die Zusammenarbeit auch mit anderen Kommunen. In dem Blog Beitrag der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung von Janusz Biene werden Efus und DEFUS als gutes Beispiel für gelingende Netzwerkarbeit genannt.

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10.05.2018

Polizei, Poller, Prävention - Was man für die Sicherheit von Städten tun kann?

Auch wenn die Kriminalstatistik zeigt, dass deutsche Städte eigentlich sicher sind, hat das Thema Sicherheit sowohl für die Bevölkerung als auch die Kommunalverwaltung und die Polizei an Bedeutung gewonnen.

Vor rund 70 Teilnehmern diskutiertem fünf Fachexperten aus unterschiedlichen Bereichen und Disziplinen am 11. April im Deutschen Institut für Urbanistik Ansätze und Strategien der urbanen Sicherheit. In der zweistündigen Diskussion wurde deutlich, dass Symbolpolitik mit Pollern und Polizeipräsenz nicht ausreicht und keine Lösung ist. Die Prävention von Gewalt und Kriminalität steht noch zu weit hinter präferierten technischen Sicherheitslösungen zurück und muss dringend an Bedeutung gewinnen.

Dirk Wurm, Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, vertrat DEFUS und machte deutlich, dass Sicherheitspolitik eine staatliche Aufgabe ist, die von den Kommunen mit Präventionsmaßnahmen unterstützt werden muss. Gerade dafür sei die deutschlandweite und europäische Vernetzung der Kommunen untereinander wichtig, um die alltägliche Arbeit zu erleichtern und die kommunale Prävention zu stärken. Er plädierte dafür, den Bürgern auch mehr zuzumuten und das Recht auf Stadt von allen Menschen zu respektieren.