Aktuelles

30.11.2019

Efus Konferenz 2020: Security, Democracy and Cities

Das Europäische Forum für Urbane Sicherheit organisiert mit der Konferenz "Security, Democracy and Cities" 2020 einen großen internationalen und interdisziplinären Fachaustausch. Diese in ihrem Bereich einzigartige Veranstaltung richtet sich an alle an der städtischen Sicherheit Beteiligten: Mandatsträger, Beamte, Beamte, nationale Behörden, Richter, Strafverfolgungsbehörden, Sozialarbeiter, Forscher sowie Vertreter des Privatsektors und der Zivilgesellschaft.

Die Tätigkeit von Efus basiert auf der Überzeugung, dass Sicherheit ein Gemeinwohl ist, das unter Beteiligung aller relevanten Akteure des städtischen Lebens verwirklicht werden muss und auf einer ausgewogenen Kombination von Prävention, Sanktion und sozialem Zusammenhalt beruht. Auf der Konferenz werden die Fragen der Governance und ihrer Verteilung auf die verschiedenen territorialen Ebenen sowie der Beteiligung des Privatsektors und der Zivilgesellschaft, insbesondere der Bürger, an der Sicherheitspolitik behandelt.  

Während zweieinhalb Tagen werden die Teilnehmer über mögliche Lösungen diskutieren, die die nationalen und europäischen Antworten auf die Herausforderungen der Städte ergänzen, insbesondere die Verhütung gewaltsamer Radikalisierung, die Bekämpfung von Diskriminierung, die Verhütung von Gewalt gegen Frauen, die Unterstützung von Opfern, die Stadtplanung, das Nachtlebensmanagement, die Polarisierung, Technologien, Klimawandel und Sicherheit usw.

Alle 3-5 Jahre organisiert Efus Konferenzen in dieser Größenordnung, mit dem Ziel aktuelle Herausforderungen der urbanen Sicherheit mit Vertretern der Kommunen und der europöischen Politik zu diskutieren. Eindrücke der letzten Konferenz im Novmeber 2017 in Barcelona erhalten Sie hier.

Die kommenden Konferenz wird in Nizza vom 25. - 27. Novmeber 2020 stattfinden.

Auf der Konferenzseite werden in den kommenden Monaten laufend aktualisierte Informationen zum Programm sowie zur Registrierung bereitgestellt.

11.11.2019

Für sichere Städte weltweit - Handeln gegen Extremismus

Paris, London, Madrid, Brüssel, Berlin – terroristische Anschläge auf Menschen in den Metropolen Europas haben unsere Städte verändert und stellen Politik und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Zum Leben in der Großstadt gehört seitdem die Angst vor neuen Attentaten, gerade der öffentliche Raum der Stadtgesellschaft ist vielerorts mit gefühlter Unsicherheit verbunden.

Dabei trifft uns Terror und Radikalisierung aus unterschiedlichen Richtungen. Insbesondere die Relevanz eines entschiedenen Vorgehens gegen Terror von Rechts wird aktuell erneut deutlich. Daneben bleibt „islamistischer Terror“ eine Bedrohung, dessen Analyse und Prävention im Fokus unserer Konferenz steht. Städte sind nicht nur Ziel, sondern auch Nährboden von Terrorismus und Extremismus. Um Sicherheit zu gestalten und Extremismus zu verhindern, bedarf es internationalen Austauschs und gemeinsamer Strategien.

Dabei stehen die großen europäischen Städte vor gemeinsamen Herausforderungen: Wie können Metropolregionen den Herausforderungen von Radikalisierung und islamistisch motivierten Anschlägen effizient begegnen – und zwar ohne dabei die Grundwerte von Vielfalt und Freiheit aufzugeben?

Diese Frage ist Kern einer internationalen Metropolenkonferenz, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie die Landeskommission Berlin gegen Gewalt herzlich einladen. Efus ist Partner der Konferenz und wird mit dem Projekt PREPARE vor Ort präsent sein.

Die Konferenz findert am 26. und 27. November in Berlin statt.

Flyer

Anmeldung

20.08.2019

Freie, sichere und gerechte Städte - eine europäische Erfolgsgeschichte

Das Europäische Forum für urbane Sicherheit (Efus) verabschiedete anlässlich seiner Mitgliederversammlung am 26. Juni 2019 in Augsburg die Erklärung "Freie, sichere und gerechte Städte - eine europäische Erfolgsgeschichte und ihre Zukunft". Es enthält eine Reihe von Empfehlungen für die Europäische Union und die Mitglieder des Europäischen Parlaments.

Die auf der Vollversammlung verabschiedete Erklärung von Augsburg erinnert daran, dass europäische Städte und Regionen "eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit spielen müssen", weil sie "über die Fähigkeiten, Kenntnisse und Instrumente verfügen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten".

Die Augsburger Erklärung

26.06.2019

Jährliche Mitgliederversammlung der deutschen und europäischen Mitglieder

Augsburger war Gastgeber der diesjährigen Generalversammlung des Europäischen Forums für Urbane Sicherheit. Rund 100 Vertreter der Mitglieder des europäischen Städtenetzwerkes trafen sich Ende Juni für einen intensiven zweitägigen Austausch in der Fuggerstadt.

Die Gastgeber organisierten für die Besucher aus 9 europäischen Ländern interessante Besichtigungen aktueller Präventionsprojekt der Stadt Augsburg. Neben dem Projekt HEROES konnten die Gäste auf dem Helmut-Haller-Platz sehen, welche postiven Effekte eine partizipative Platzgestaltung sowie ein Raum für den Tagesaufenthalt für Süchtige haben kann.

Die Teilnehmer*innen disktutierten die Rolle der Kommunen bei der Gestaltung der europäischen Sicherheitspolitik. Es gab große Einigkeit darin, dass die EU noch viel stärker als bisher die Städte in die Lösung aktueller Herausforderungen bei Migration, Integration und Sicherhei einbeziehen muss.

 

Sehr erfreulich ist die Wahl des Bürgermeisters der Landeshauptstadt Stuttgart und ehemaligen DEFUS-Vorstandes Dr. Martin Schairer zum Vizepräsidenten des Europäischen Forums. Auf der Generalversammlung beschlossen die Efus-Mitglieder, sich in Zukunft intensiv in virtuellen Arbeitsgruppen über die Grenzen hinweg auszuatuschen und die Zusammenarbeit europaweit zu intensivieren.

 

 

25.01.2019

Partnerschaft der URBAN-Agenda der Europäischen Union

Efus wurde zusammen mit der Stadt Nizza (FR) ausgewählt, um die neue Partnerschaft der URBAN-Agenda der Europäischen Union zur städtischen Sicherheit im öffentlichen Raum zu koordinieren.

Diese Partnerschaft wird es der EU über einen Zeitraum von drei Jahren ermöglichen, das Thema Stadtsicherheit erstmals in die im Rahmen der URBAN-Agenda durchgeführten Arbeiten einzubeziehen. Es gibt bereits 12 solcher Partnerschaften zu Themen wie urbane Mobilität, Armut, Einbeziehung von Migranten und Anpassung an den Klimawandel, um nur einige zu nennen.

Im Rahmen dieser Partnerschaft werden die lokalen Behörden, die Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen zusammenarbeiten, um die Rolle der Städte in der europäischen Sicherheitspolitik zu stärken, den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren zu verstärken und sich auf europäischer Ebene für Gesetzesreformen und neue Finanzierungsrahmen einzusetzen.

Mit der Wahl von Efus als Koordinator zusammen mit der Stadt Nizza erkennt die EU ihr Fachwissen im Bereich der städtischen Sicherheit und ihre Fähigkeit zur Mobilisierung der europäischen lokalen Behörden an. Mitglieder dieser Partnerschaft sind: die Städte Brüssel (BE), Helsinki (FI), Lille (FR), Madrid (ES), Mechelen (BE), Riga (LV) und Torun (PL), die Union der Gemeinden Romagna Faentina (IT), das Verkehrsministerium der Tschechischen Republik, das ungarische Ministerium für Bauwesen und Stadtplanung sowie die Europäische Investitionsbank.

Weitere Informationen auf der Efus-Webseite

 

07.09.2018

Sicherheit,Demokratie und Städte: Zur Ko-Produktion der urbanen Sicherheit

Das im November 2017 verabschiedete Manifest von Barcelona ist die inhaltliche und politische Grundlage der Zusammenarbeit der Efus-Mitglieder. Es versammelt Empfehlungen und Willens-bekundungen der Mitgliedsstädte zu einem breiten Spektrum von Schwerpunktthemen der Kriminalprävention.

Es zeigt die ganze Grundlage und Ethik der Sicherheit in Europa und fasst zusammen, was Städte und Regionen sowie die Zivilgesellschaft in den letzten Jahrzehnten geleistet haben.

"Das Manifesto bildet die in der Welt einzigartige und noch nie da gewesene hohe Qualität der Sicherheit der europäischen Städte aber auch ihrer Akteure ab!" lobt der DEFUS Vorsitzende und Bürgermeister von Stuttgart, Dr. Martin Schairer, das Manifest.

Das Manifest liegt in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Deutsch vor.

Zum Manifest

Weitere Informationen

 

09.05.2018

Prävention von Radikalisierung und gewaltbereitem Extremismus

Ergänzend zu der im Jahr 2016 veröffentlichten Publikation "Prävention von Radikalisierung auf der lokalen Ebene" hat Efus nun diesen methodichen Leitfaden zur Entwicklung lokaler Handlungsstrategien lokale Behörden entwickelt. Er beschreibt die verschiedenen Phasen der Erarbeitung und Umsetzung einer lokalen Strategie zur Prävention von Radikalisierung und Extremismus. Für jede Phase gibt der Leitfaden methodische Hinweise und verweist auf mögliche Hindernisse und liefert Ideen zu deren Überwindung.

Leitfaden zur Entwicklung lokaler Handlungsstrategien zur Prävention von Radikalisierung und gewaltbereitem Extremismus online lesen

 

14.02.2018

Neues EU-Projekt zu überwachten Drogenkonusmräumen gestartet

Das Projekt untersucht Nutzen und Nachhaltigkeit von überwachten Drogenkonsumräume in mehreren europäischen Städten und bewertet die Wirkung der Einrichtungen auf das soziale und räumliche Umfeld. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Fragestellung, wie Konsumräume so eingerichtet und betrieben werden können, dass sie sowohl von den Abhängigen als auch von der Nachbarschaft akzeptiert und als Gewinn wahrgenommen werden können.

Ziel des Projekts ist es, Städte mit bereits in Betrieb genommenen Drogenkonsumräumen bei Monitoring und Evaluation des Angebots zu unterstützen und flankierende Maßnahmen zur Steigerung von Wirkung und Akzeptanz des Angebots zu gestalten. Darüber hinaus fördert das Projekt den grenzüberschreitenden Austausch zwischen erfahrenen Partnerstädten, die bereits Drogenkonsumeinrichtungen getestet und umgesetzt haben, und denjenigen Partnerstädten, die derzeit über die Einrichtung solcher Systeme nachdenken und / oder sie durchlaufen.

Aus Deutschland nehmen an dem Projekt Essen, Mannheim und Augsburg teil. Das Projekt hat im Januar 2018 begonnen und wird bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Presseberichterstattung über das Projekt, WAZ Essen 14.2.2018

19.12.2017

Prävention von diskriminierender Gewalt auf lokaler Ebene

Efus Publikation mit Praxisbeispielen und Empfehlungen

Diskriminierende Gewalt ist in Europa weit verbreitet und stellt eine reale Gefahr für die öffentliche Sicherheit, den sozialen Zusammenhalt und die Integration dar. Um diesem Phänomen entgegen zu wirken sind vielseitige Ansätze auf der lokalen Ebene notwendig, die Aspekte der Bildungs- und Aufklärungsarbeit, des Empowerments und der Kriminalprävention, der Opferhilfe und der akteursübergreifenden Zusammenarbeit umfassen. Diese Publikation stellt den Begriff der diskriminierenden Gewalt vor, dokumentiert 50 vielversprechende Praxisbeispiele aus ganz Europa und bietet lokalen und regionalen Akteuren Empfehlungen dazu, wie Präventionsarbeit gegen Hass, Intoleranz und Vorurteile erfolgreich umgesetzt werden kann.

Zur Publikation

 

 

21.11.2017

EFUS Konferenz: Städte, Sicherheit, Demokratie

Die von Efus, der Stadt Barcelona und der katalanischen Regionalregierung organisierte Konferenz war mit 750 Teilnehmern aus 43 Staaten ein großer Erfolg. In Podiumsdiskussionen, Workshops, Besuchen von Projekten, Organisationen und Institutionen vor Ort, tauschten sich die Teilnehmer intensiv zur urbanen Sicherheit aus. Es wurden viele Facetten der urbanen Sicherheit adressiert unter anderem die Prävention von Radikalisierung, die Gestaltung von sicheren öffentlichen Plätzen, der Umgang mit organisierter Kriminalität, diskriminierende Gewalt oder die Bedeutung der Evaluierung kommunaler Präventionsmaßnahmen.

Die Frage mit wem Kommunen wie Präventions- und Sicherheitspolitik betreiben verband die sehr unterschiedlichen Themenfelder. Dabei spielte die Partizipation der Zivilgesellschaft ebenso eine Rolle wie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Kooperation mit der Privatwirtschaft.

Zu allen auf der Konferenz bearbeiteten Themen wurden Empfehlungen erarbeitet, die in einem Manifest gebündelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Voraussichtlich wird das Manifest Anfang kommenden Jahres veröffentlicht.

Die deutschen Mitglieder waren mit 25 Personen stark vertreten. Die Bürgermeister aus Augsburg, Düsseldorf, Essen, Freiburg und Stuttgart waren jeweils in Begleitung der Mitarbeiter der kommunalen Kriminalprävention anwesend und nahmen im Vorfeld der Konferenz auf dem "Summit of Mayors against Radicalisation" im Rathaus in Barcelona teil. München, Mannheim, der Landespräventionsrat Niedersachsen und der Deutsche Präventionstag waren jeweils durch Abteilungs-, Büroleiter und die stellvertretenden Geschäftsführer vertreten.

Im Rahmen eines von der EU finanzierten Projekts konnten insgesamt 50 Jugendliche aus fünf europäischen Ländern an der Konferenz teilnehmen und ihre Meinungen und Interessen aktiv vertreten. Aus Deutschland kamen 10 Jugendliche aus 5 Städten nach Barcelona.

22.09.2017

Efus-Generalversammlung wählt neuen Präsidenten

Am 18. Mai 2017 wählte die Efus-Generalversammlung den Belgier Willy Demeyer zum neuen Präsidenten von Efus. Der Jurist ist seit 1999 Bürgermeister von Liège und Vizepräsident der Vereinigung der frankofonen Bürgermeister. Willy Demeyer tritt die Nachfolge von Gulliherme Pinto an, der sieben Jahre Efus als Präsident vorstand und im Sinne der europäischen Idee und Werte die Interessen der Efus-Städte vertreten hat.

Gratulationsschreiben der deutschen Efus-Mitglieder an Willy Demeyer

20.09.2017

Willy Demeyer ist der 8. EFUS Präsident

Am 18. Mai 2017 wählte die Efus-Generalversammlung den Belgier Willy Demeyer zum neuen Präsidenten von Efus. Der Jurist ist seit 1999 Bürgermeister von Liège und Vizepräsident der Vereinigung der frankofonen Bürgermeister. Willy Demeyer tritt die Nachfolge von Guilherme Pinto an, der sieben Jahre Efus als Präsident vorstand und im Sinne der europäischen Idee und Werte die Interessen der Efus-Städte vertreten hat.  

Gratulationsschreiben der deutschen Efus-Mitglieder an Willy Demeyer

18.09.2017

EFUS Konferenz: Städte, Sicherheit, Demokratie

Save the Date - Notieren Sie sich das Veranstaltungsdatum der internationalen und interdisziplinären Konferenz zur Ko-Produktion von Politiken der urbanen Sicherheit, organisiert vom Europäischen Forum für urbane Sicherheit, der Generalitat de Catalunya, und der Stadt Barcelona. Die Konferenz markiert das dreißigste Jublil äum der Gründung von Efus. Beteiligen Sie sich an diesem Event, das gewählte Stadtvertreter, Verwaltungsbeamte, Experten der Kriminologie und Kriminalprävention, aus Praxis und Forschung, Vertreter der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors und weitere Akteure der Sicherheitspolitik zusammenbringt.

Mehr Informationen und zur Anmeldung:

17.07.2017

Prävention und Bekämpfung von Radikalisierung auf lokaler Ebene

Wesentliches Ziel dieser Handreichung ist es, Städten und Gemeinden dabei zu helfen, aktuelles und verfügbares Fachwissen im Bereich der Radikalisierung aus Forschung und Politik aktiv zu nutzen. Die Publikation nimmt nicht in Anspruch, für dieses höchst komplexe Thema eine umfassende Antwort zu bieten, sondern präsentiert eine Auswahl an Kenntnissen, Methoden und Instrumenten, die Städten und Gemeinden dabei helfen können, Antworten auf ihre Fragen zu finden und sich mit diesem Thema unter Berücksichtigung des lokalen Kontextes zu befassen.

Die vorliegende Handreichung wurde vom Europäischen Forum für Urbane Sicherheit (EFUS) herausgegeben. Sie fasst die Ergebnisse des Projektes Local Institutions AgaInSt Extremism (LIAISE) zusammen, das zwischen 2014 und 2016 durchgeführt wurde.