Projekte

Die Mitgliedskommunen und -organisationen haben die Möglichkeit, an verschiedenen Projekten im Themenfeld der kommunalen Sicherheitsarbeit teilzunehmen und im besonderen Maße von den Ergebnissen zu profitieren.

Aktuelle Projekte an denen DEFUS beteiligt ist:

 

PUFII - Präventive Unterstützung für Integration und Inklusion

Pufii ist die zentrale Informationsplattform für die Themen Integration und Kriminalprävention und macht die zahlreichen Schnittstellen der beiden Arbeitsbereiche sichtbar. Das bundesweite Portal dient interessierten Akteurinnen und Akteuren als Informationsquelle und Vernetzungsplattform für die gemeinsame Organisation des friedlichen Zusammenlebens.

Pufii denkt Prävention und Integration zusammen und bietet eine umfangreiche Sammlung an Informationen zu allen
Bereichen der Integration und Prävention. Neue Publikationen aus Wissenschaft, Praxis und Politik, aktuelle Fördermöglichkeiten und kommende Veranstaltungen sind auf Pufii nutzerfreundlich gebündelt und leicht auffindbar.

Die stetig aktualisierte Projektdatenbank ermöglicht eine deutschlandweite Suche nach Projekten, Initiativen, Institutionen und Organisationen, die aktiv an den Schnittstellen der Themenfelder Integration und Prävention arbeiten. Ein wöchentlicher Newsletter informiert über neueste Entwicklungen und Projekte.

Der Pufii Wissenspool Vorurteilsprävention stellt Informationen zur Prävention von Vorurteilen und Diskriminierung zur Verfügung. Eine thematische Literaturliste, Fachartikel und Links, ein Podcast mit Expertinnen und Experten, ein Erklärfilm und Praxistipps unterstützen bei der Planung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Pufii ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Präventionstags und von DEFUS.

Pufii-Flyer
 


Secu4All – Fortbildung für lokale Behörden zur Schaffung einer sicheren Umgebung für ihre Bürger*innen durch Risikominderung in öffentlichen urbanen Räumen

Lokale und regionale Behörden sind prädestiniert, um die Sicherheit öffentlicher Räume durch die Zusammenarbeit mit einer großen Zahl lokaler Akteure (Stadtplanung, Rettungsdienste, Nahverkehrsunternehmen, lokale Unternehmen etc.) kooperativ zu gestalten und zu steuern. Um dieser Rolle gerecht werden zu können, müssen sie allerdings über entsprechende Fähigkeiten und Instrumente zur Gefahrenfrüherkennung und Netzwerkkoordination verfügen.

Um zukünftige Gefahren besser antizipieren, geeignete Aktionspläne entwerfen und diese anschließend effektiv umsetzen zu können, sind Fortbildungen und ein gezielter Wissensaustausch für viele Behörden hilfreich und notwendig.

Das Projekt Secu4All unterstützt lokale und regionale Behörden mit gezielten Fortbildungsangeboten, die sowohl theoretische Kenntnisse als auch praktische Instrumente für den Schutz öffentlicher Räume sowie „weicher“ Ziele (z.B. Sportstätten, Einkaufszentren, Schulen,…) vor potenziellen Gefahren vermitteln.   

DEFUS wird den im Rahmen des Projektes erarbeiteten Trainingszyklus in Deutschland umsetzen und Kommunen anbieten.

Zur Projektwebsite

Projektflyer (Deutsch)
Projektflyer (English)
Interview mit den Städten Brüssel und Den Haag zum Schutz öffentlicher Räume (English)

Laufzeit: Dezember 2020 - November 2022


Plan#B - Planung und Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen am Beispiel Blackout in einer vielfältigen Metropole

In Berlin-Köpenick waren 2019 über 70.0000 Bürgerinnen und Bürger von einem Stromausfall betroffen. Um die Sicherheit der Menschen in solchen Krisensituationen zu gewährleisten, kommt es neben einem wirksamen Krisenmanagement auch auf eine funktionierende Kommunikation, die Bereitstellung gesicherter Informati-onen und eine gezielte und situationsbezogene Ansprache der Bevölkerung an. Im Projekt Plan#B wird unter enger Einbindung der Bevölkerung und regionaler Akteure ein Gesamtkonzept zur ausfallsicheren Kommunikation und Information im Krisenfall erarbeitet. Dafür werden Demonstrationen geplant, mit denen das Informations-management und alle relevanten Kommunikationsketten unter Einsatzbedingungen erprobt werden können.

Plan#B wird vom BMBF im Rahmen der Föderbekanntmachung  „SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen“ gefördert. In nun bewilligten Förderphase soll bis November 2022 Innovationen für einen Vollantrag erarbeitet werden.

Projektflyer


Climate Change & Community Safety

DEFUS nimmt an einem von Safer Cities Canada und der kanadischen Laurier University geführten Projekt zur interdisziplinären Grundlagenarbeit teil, das die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Phänomenen des Klimawandels und ihren mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen auf Aspekte des sozialen Zusammenlebens und der urbanen Sicherheit untersucht.

In einer Reihe von Workshops diskutieren internationale Expert*innen aus den Bereichen Prävention, Kommunalpolitik, Risikomanagement, Klimaforschung und Kriminologie welhce Auswirkungen des Klimawandels auf die kommunale Sicherheit bereits zu beobachten sind, welche in der nahen Zukunft auftreten werden und was das für die Gestaltung der urbanen Sicherheit bedeutet.

Kurzbericht über Workshopreihe

Laufzeit: März 2021 bis Dezember 2021


Laufende EU-Projekte, die von Efus koordiniert werden:

ICARUS

IcARUS zielt darauf ab, aus den bisherigen Erfahrungen in der städtischen Sicherheitspolitik zu lernen. Das Hauptziel des Projekts ist es, bestehende Instrumente und Methoden zu überdenken und anzupassen, um lokalen Sicherheitsakteuren dabei zu helfen, Sicherheitsherausforderungen im Kontext von zu antizipieren und besser darauf zu reagieren:

  • Schwindendes Vertrauen der Bürger in Institutionen, lokale Mandatsträger und andere Sicherheits- und Präventionsakteure;
  • Drastische Haushaltskürzungen und verschiedene aktuelle Krisen, die lokale und nationale Behörden betreffen;
  • Die Entwicklung von Smart Cities, was die effektive Einbeziehung technologischer Innovationen in die Kriminalitätsprävention voraussetzt.

Internetseite des  Projekts
Laufzeit: August 2020 - Juli 2023


BRIDGE - Building resilience to reduce polarisation and growing extremism

Koordinator: Efus

Zunehmende Spaltung und Feindseligkeit in der Gesellschaft und zwischen bestimmten Gruppen können ein "wir und sie" - Denken auslösen und Nährboden für Radikalisierungsprozesse sein. Dies hat die Radikalisierungsforschung inzwischen klar belegt.

Aufgrund der Nähe zur Bevölkerung können kommunale Körperschaften leicht verlässliche und genaue Daten zu sozialen Spannungen oder Konflikten sammeln und frühzeitig einer zunehmenden Polarisierung entgegenwirken. Dafür sind jedoch methodische Instrumente zur Auswertung von Daten und Identifizierung von Risikogruppen notwendig.

Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit Kommunen, Akteuren aus der Wissenschaft und von relevanten Organisationen Instrumente zur Früherkennung und zum Monitoring von Polarisierungsdynamiken und gesellschaftlichen Spannungen zu erarbeiten sowie die Umsetzung von lokalen Maßnahmen, die der Polarisierung von Bevölkerungsgruppen entgegenwirken.

Nach der gemeinsamen Erstellung und Testung des Analyseinstruments erarbeiten die teilnehmenden Städte für die jeweilige Situation vor Ort maßgeschneiderte lokale Präventionsmaßnahmen, die der Polarisierung entgegenwirken und gesellschaftliche Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen abbauen, und setzen diese um. In mehreren Projekttreffen tauschen sich die teilnehmenden Städte aus. Das Anylseinstrument und die Erfahrungen aus diesem Projekt werden in einer Publikation für andere EFUS-Mitglieder zugänglich gemacht. 

Partner: Terrassa (ES), CD Val d'Oise (FR), Igoumenitsa (GR), Genk (BE),  Reggio Emilia (IT), Leuven (BE), Umbria (IT), Generalitat de Catalunya (ES), Düsseldorf (DE), Rotterdam (NL), Stuttgart (DE)

Förderung: EU Internal Security Fund, € 630,901.00

Weitere Informationen zum Projekt
Informationen zu Erkennung von Polarisierung auf der lokalen Ebene


Laufende Projekte, an denen Efus beteiligt ist:

ToNite

ToNite ist ein Projekt, das sich auf die Verbesserung der Bewohnbarkeit und Zugänglichkeit von städtischen Räumen in Turin konzentriert, speziell während der Abend- und Nachtstunden, insbesondere 2 spezifische Bereiche der Stadt rund um den Fluss Dora.

Laufzeit: September 2019 - August 2022
Förderung: EU Urban Innovative Actions (UIA)
Koordination: Stadt Turin
Weitere Informationen zum Projekt

Shine - Sexual Harassment in Nightlife Entertainment Spots: Control and Prevention

Das SHINE-Projekt zielt darauf ab, eine gemeinsame Kultur unter den Akteuren des Nachtlebens zu schaffen und ihnen geeignete Werkzeuge an die Hand zu geben, um sexuelle Belästigung in Lokalen des Nachtlebens zu verhindern.

Laufzeit März 2020 - Februar 2022
Förderung: European Union’s Rights, Equality and Citizenship Programme (REC)
Koordinator: Centre for Crime Prevention in Lithuania 
Weitere Informationen zum Projekt

BeSecure - FeelSecure

Das Projekt BeSecure-FeelSecure fördert einen ganzheitlichen Ansatz zur städtischen Sicherheit, um sicherheitsrelevante Probleme in Piräus (GR) anzugehen. Das Projekt zielt darauf ab, Werkzeuge und Strategien zu entwickeln, die sowohl im physischen als auch im Cyber-Raum eingesetzt werden sollen, um die städtische Sicherheit zu stärken. Als Partner ist Efus für die Übertragbarkeit, Verbreitung und den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen zuständig.

Laufzeit: September 2019 - August 2022
Förderung: EU Urban Innovative Actions (UIA)
Koordination: Stadt Piräus
Weitere Informationen zum Projekt

PACTESUR - Protecting Allied Cities against TErrorism by Securing Urban aReas

Wie können Städte und lokale Polizeikräfte ihre gefährdeten öffentlichen Räume und Bürger besser schützen? PACTESUR zielt darauf ab, die Kapazitäten der Städte und lokalen Akteure im Bereich der Sicherheit des öffentlichen Raums aufzubauen, der anfällig für terroristische und andere Bedrohungen ist. Durch einen Bottom-up-Ansatz versammelt PACTESUR lokale Entscheidungsträger, Sicherheitskräfte, Stadtsicherheitsexperten, Stadtplaner, IT-Entwickler, Trainer, Praktiker an der Front, Designer und andere Fachleute, um neue europäische lokale Politiken zum Schutz des öffentlichen Raums vor Terroranschlägen zu entwickeln.

Efus koordiniert im Rahmen des Projekts eine Gruppe von Mitgliedsstädten, die an dem Wissensaustausch teilnehmen.

Koordinator: Stadt Nizza
Förderung: EU Internal Security Fund – Police programme
Weitere Informationen
Website des Projekts

CCI-Project – Cutting Crime Impact

Laufzeit: October 2018 – Dezember 2021
Koordinator: University of Salford (UK)
Förderung: EU Horizon 2020 Programme, €230,347.00 (Efus-Anteil)
Weitere Informationen

PRoTECT - Public Resilience using Technology to Counter Terrorism

Laufzeit: November 2018 – Oktober 2020
Koordinator: Dutch Institute for Technology, Safety and Security (DITSS)
Förderung: EU Internal Security Fund, €86,236.65 (Efus-Anteil)
Mehr Informationen

Abgeschlossene Projekte