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06.11.2026

Crack-Konsum im Fokus: Bundesdrogenbeauftragter lädt Kommunen und Verbände zum Austausch ein

Die Verbreitung von Crack hat in den vergangenen Jahren in vielen deutschen Städten deutlich zugenommen. Durch die steigende Verfügbarkeit von Kokain ist auch mehr Crack auf dem Markt, was Kommunen vor große Herausforderungen stellt. Die Droge erzeugt einen starken Suchtdruck, führt zu häufigem Konsum und erschwert den Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten. Die Folgen für die Betroffenen und den öffentlichen Raum sind vielerorts sichtbar, weshalb zahlreiche Städte nach geeigneten Lösungsansätzen suchen.

Vor diesem Hintergrund lud der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Hendrik Streeck, Vertreter:innen von Städten, Ländern und Bundesressorts zu einer Lagebesprechung ein. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis der Problemlage zu schaffen, erfolgreiche Maßnahmen auszutauschen und Ansätze für eine bessere Zusammenarbeit zu entwickeln.

DEFUS brachte dabei insbesondere die Bedeutung des Austauschs zwischen Städten ein, um frühzeitig auf Veränderungen auf dem Drogenmarkt reagieren zu können. Ein weiteres zentrales Thema war der Aufbau kommunaler Lagebilder zu Drogen. Obwohl dies anspruchsvoll ist, bilden solche Lagebilder eine wichtige Grundlage für zielgerichtetes und datenbasiertes Handeln.

Einigkeit bestand darin, dass Repression allein die Probleme nicht lösen kann. Umso wichtiger ist es, funktionierende Hilfesysteme zu stärken und nicht durch Kürzungen zu schwächen. Gleichzeitig braucht es mehr ressortübergreifende Zusammenarbeit und einen pragmatischen Umgang mit komplexen Problemlagen.

Darüber hinaus stellte DEFUS die aktuelle Arbeit des europäischen Städtenetzwerks Efus vor. Auf europäischer Ebene wird derzeit eine „Coalition of the Willing“ aufgebaut, um der mit Drogenhandel verbundenen Gewalt in Städten gemeinsam und koordiniert entgegenzutreten.

Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderungen nur durch eine enge Abstimmung zwischen Kommunen, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, Polizei, Ordnungsbehörden sowie Bund und Ländern bewältigt werden können. Der Austausch soll fortgesetzt werden, um gemeinsame Handlungsempfehlungen für den Umgang mit den wachsenden Herausforderungen rund um Crackkonsum und offene Drogenszenen zu entwickeln.

Zur Pressemitteilung des Drogenbeauftragten

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