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05.11.2026

Offene Drogenszenen als kommunalpolitische Herausforderung

Gemeinsam mit Dr. Tim Lukas, Bergische Universität Wuppertal,  hielt die DEFUS-Geschäftsführerin Anna Rau im Rahmen der Eröffnung der 65. DHS-Fachkonferenz Sucht in Essen den Vortrag „Sicherheit für wen? Vulnerabilität, urbane (In-)Toleranz und der Umgang mit Drogenszenen im öffentlichen Raum“.  Mit dem Titel "Öffentlicher Raum & Verborgene Welten" widmete sich die zweitägige Veranstaltung dem drängenden Thema offener Drogenszenen. 

Die sichtbaren Folgen von Drogenkonsum im öffentlichen Raum – in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln – machen Abhängigkeitserkrankungen zu einem immer drängenderen Thema. Bund, Länder und Kommunen stehen vor großen Aufgaben, denn trotz der weiten Verbreitung von Abhängigkeiten – ob von legalen oder illegalen Substanzen – bleibt das Thema oft tabuisiert. Gleichzeitig wächst der „Treatment Gap“, besonders durch neue, digitale Abhängigkeitsformen. Angehörige und Kinder bleiben häufig unsichtbar.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wessen Sicherheit im öffentlichen Raum eigentlich verhandelt wird und wie unterschiedliche Perspektiven von Stadtgesellschaft, Suchthilfe und kommunaler Sicherheit zusammengebracht werden können.

Im sehr gut besuchten Themenforum "Öffentlicher Raum - Sicherheit, Sichtbarkeit und die Rolle der Suchthilfe", das  von Dr. Tim Lukas  und Anna Rau moderiert wurde, konnte die Diskussion gemeinsam mit den Teilnehmenden weiter vertieft werden. 

Suchthilfe ist nicht nur Unterstützungsangebot für Betroffene, sondern ein relevanter Bestandteil der urbanen Sicherheitsarchitektur: Sie wirkt deeskalierend, vermittelt, schafft Zugänge, reduziert Risiken und stärkt soziale Teilhabe. Zugleich ist sie oft unsichtbar oder wird in sicherheitsbezogenen Debatten nur wenig berücksichtigt. Das Forum schaffte Raum, diese Rolle zu schärfen, sichtbar zu machen und gemeinsam zu reflektieren, welche Bedingungen notwendig sind, um sie wirksam auszufüllen. 

 

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