Landeshauptstadt Stuttgart

Die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten beweist, dass Stuttgart eine der sichersten Großstädte ist. Und sie wird auch von den Bürgerinnen und Bürgern so wahrgenommen, wie die Aussagen zum Sicherheitsgefühl im Rahmen von Umfragen ergaben.

In der Landeshauptstadt wurden Strukturen geschaffen, die bereits seit Jahren zu Erfolgen führen: Kriminal- und Verkehrsunfallprävention sind in Stuttgart Chefsache, damit die Arbeitsergebnisse nachhaltig und umfassend umgesetzt werden können. Deshalb leitet und kontrolliert eine Lenkungsgruppe unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters und des Polizeipräsidenten die kriminalpräventive Arbeit.

Warum EFUS? Weil wir unser Europa von Morgen mitgestalten wollen. Dabei kommt den Städten eine ganz wesentliche Bedeutung zu, die wir gern als Herausforderung und Leidenschaft annehmen wollen. EFUS verbindet, führt die Mitgliedsstädte zusammen und tritt als starker Akteur in einem sich entwickelndem Europa auf.

Aktuelles

18.09.2019

Mehr Sicherheit im Bezirk durch Stadtteilerkundungen

Wie können Spielplätze, Straßen und öffentliche Flächen vor der eigenen Haustüre sicherer werden? Bei Erkundungstouren, sogenannten „Exploratory Walks“, können Bürgerinnen und Bürger Sicherheitsexperten Orte zeigen, an denen sie sich nicht si-cher fühlen. Das gemeinsame Projekt von Stadt, dem Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart und der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg hat jetzt den Verkehrspräventionspreis des Landes Baden-Württemberg erhalten.
Gregor Belgardt, Leiter der städtischen Stabsstelle Sicherheitspartnerschaft in der Kommunalen Kriminalprävention, sagte am 5. Juli: „Die Bürger zeigen uns ihre Erfah-rungen und schildern ihre Erlebnisse. Daraus lässt sich schließen, wie Kriminalität und Verkehrsunfälle vorzubeugen ist. Das ist eine wichtige Form der Bürgerbeteili-gung, wenngleich auch nicht jeder von den Teilnehmende geäußerte Wunsch umge-setzt werden kann“.
Die Erkundungstouren richten sich an alle Bewohnerinnen und Bewohner des jeweili-gen Stadtteils, insbesondere aber an Kinder und Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren und werden von einer ehrenamtlichen Fachkraft für Kriminalprävention be-gleitet. Dieser berichten die Teilnehmenden, wo sie in ihrer Wohnumgebung die meis-ten Gefahren sehen oder wo sie sich unsicher fühlen. Die Ergebnisse werden an-schließend priorisiert und an die Stadtverwaltung weitergeleitet.
Ellena Krämer vom Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart sagte: „Unser Ver-ein bündelt viele Interessen aus der Bürgerschaft und wir konnten so schon manche sicherheitspräventiven Themen anstoßen, begleiten und unterstützen. Die Explora-tory Walks liegen mir am Herzen, weil die beteiligten Kinder nur so vor Ideen sprü-hen. Dass wir ihnen manche Angstgefühle durch einfache Maßnahmen nehmen kön-nen, freut mich sehr“.
Die Touren starteten 2015 mit einem Pilotprojekt in Untertürkheim. Seither wurden vier weitere Exploratory Walks in Stammheim und Giebel durchgeführt. So wurde in der Biklenstraße in Untertürkheim beschmiertes Gashäuschen, das an einen Spiel-platz angrenzt, mit kunstvollem Graffiti gestaltet – bislang erfolgreich, denn es sind keine neuen Farbschmierereien hinzugekommen. In Bahnhofsnähe wurde die Be-leuchtung verbessert. In Stammheim wurde im Fliegenweg der Schulweg sicherer ge-macht und die Straßenbeleuchtung verbessert.

Das Projekt wird durch die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg evaluiert.
Egon Wachter, Kriminologe und Dozent an der Hochschule für Polizei, sagte: „Bei Ex-ploratory Walks handelt es sich um einen theoretisch fundierten Präventionsansatz. Die Befunde aus unserer Evaluierung, die wir auf der Basis wissenschaftlicher Stan-dards durchgeführt haben, zeigen, dass bei Stadtteilbegehungen mit Kindern und Se-nioren Unsicherheitsgefühle der Menschen im Straßenverkehr erkannt und konkrete Verkehrspräventionsmaßnahmen ergriffen werden können.“
Beim Polizeipräsidium Stuttgart sieht man sich bestätigt, dass verkehrsplanerische Aspekte und die Kriminalprävention im Städtebau unmittelbare Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl von Jung und Alt entfachen. Ulrich Sauter, Leiter des Referats Prä-vention, sagte: „Stuttgart ist dank der guten Zusammenarbeit vieler verschiedener Stellen sehr sicher. Wir leisten unseren Beitrag, um auf die ständigen Veränderungen im Stadtbild zu reagieren. Darüber hinaus wollen wir mit unseren Beiträgen kriminal-präventiver Aspekte im Städtebau handeln, bevor Spannungen oder Probleme ent-stehen.“

Ansprechpartner

Herr Dr. Martin Schairer
Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport
Vorsitzender Defus

+49 711 216-60625
+49 711 216-60627
martin.schairer@stuttgart.de

Herr Gregor Belgardt
Leiter der Stabsstelle Sicherheitspartnerschaft in der Kommunalen Kriminalprävention

+49 711 216 60632
+49 711 216-9560632
gregor.belgardt@stuttgart.de